Förderverein auf neuem Kurs

Sozialer Förderverein Kleiner Heuberg strukturiert sich um – aktuell 597 Mitglieder

Rosenfeld, 25.03.2010 von Hannelore Kaiser

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„Bürger helfen ihren Mitbürgern“, mit diesem Motto hat der Soziale Förderverein Kleiner Heuberg ein neues Profil. Vorsitzender Rudolf Hugger informierte die Mitglieder am vergangenen Dienstag über die Details.

Genau ein Jahr ist es her, dass der ehemalige Brittheimer Ortsvorsteher Rudolf Hugger das Steuerrad für den gemeinnützigen Förderverein übernahm. Zwischenzeitlich hat er, wie er berichtete, den Vereins-Kurs neu ausgerichtet und erweitert. Gleichzeitig holten er und sein Stellvertreter Gustav Scheu mit Dorothee Beier und Ursula Schwarz Verstärkung für seine Führungscrew mit ins Boot. Das gemeinsam angesteuerte Ziel ist jedoch unverändert geblieben: Im Sinne tätiger Nachbarschaftshilfe Mitbürgern zur Seite stehen, die aufgrund ihrer aktuellen Lebenssituation der Hilfe und Unterstützung bedürfen. Um dieses Ziel praktisch umzusetzen, „braucht es jedoch die Mitarbeit vieler Mitbürger, die sich dem Gedanken des Miteinanders öffnen wollen“, warb Hugger an diesem Abend um weitere Mitglieder. Diese Werbung unterstützt auch ein mit neuem Layout versehenes Vereins-Faltblatt, das unter anderem über die Aufgaben der gemeinnützigen Einrichtung und die Adressen der derzeitigen Ansprechpartner für den jeweiligen Stadtteil informiert.

Neu ist auch eine direkte Zusammenarbeit mit der Sozialstation Rosenfeld/Schlichemtal, wobei Margrit Ruf als Verbindungsfrau fungiert. Über sie sollen künftig auch die Unterstützungsleistungen von den Ortsbeauftragten nach den Weisungen einer neu erarbeiteten Organisation- und Meldestruktur an die Sozialstation weitergeleitet werden.

Die Zielsetzung des Vereins „Älter werden zu Hause“ ist ebenfalls Hauptthema für einige Arbeitsgruppen innerhalb des von der EU und dem Land geförderten Programms LEADER, in dem bereits Isingen und Leidringen Aufnahme fanden. Der Förderverein will sich jetzt um einen Anschluss an eine der Arbeitsgruppen „Älter werden im Dorf“ bemühen.

Über 65-jährige Bürger stellen auch mit 78 Prozent den Hauptanteil in der von Kassiererin Renate Mohl geführten Mitgliederliste mit der aktuellen Zahl 597. Nicht nur die Beiträge dieser Mitglieder geben dem Verein ein gutes finanzielles Polster. Auch die Zahl der Spenden trägt dazu bei. Der Vereinsvorstand beabsichtigt deshalb, den bisher gezahlten Zuschuss für kostenmäßig nicht abgedeckte häusliche Pflegeleistungen der Sozialstation von bisher 20 Prozent auf bis zu 30 Prozent zu erhöhen. Die Mitglieder signalisierten an diesem Abend schon mal ihre Zustimmung.

Einmütige Zustimmung fand mit dem positiven Bericht der Kassenprüfer Werner Halter und Werner Merz auch der von Bürgermeister Thomas Miller gestellte Antrag zur Entlastung des Gesamtvorstandes, dessen Arbeit er verdiente Anerkennung zollte.

Viel Beifall erntete auch Notar Dietmar Geiger mit einem sich anschließenden Vortrag zum Thema „Vorsorgevollmacht“. Nicht wenige der zahlreichen Zuhörer wurde erst mit den fundierten und für jedermann verständlichen Ausführungen eines Fachmannes bewusst, wie umfassend und notwendig eine Vorsorgevollmacht nach dem Betreuungsgesetz von 1992 ist. Und dies nicht nur für ältere Menschen.

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