Favorit ist Kunstrasen

Was darf ein neuer Bolzplatz kosten?

Dotternhausen, 20.03.2010 von Andreas Westerhausen

In ihrer Sitzung beschäftigten sich die Dotternhausener Gemeinderäte mit der Erneuerung des Bolzplatzes neben dem Sportplatz. Ortsbaumeister Roland Mertes stellte die verschiedenen Varianten vor.

Am Anfang ging Ortsbaumeister Mertes auf den Zustand des jetzigen Platzes ein. Dieser sei ein mit Gras eingesäter „Aschenplatz“ und habe keine Drainage, was bei Regen regelmäßig zu Überschwemmungen führe.

„Im Mittelpunkt bei der Sanierung des Bolzplatzes steht“, so Bürgermeisterin Monique Adrian, „dass der Platz für die Jugendlichen des Ortes wieder nutzbar zu machen.“ Weiterhin sollen Jugendtraining und Torwarttraining darauf stattfinden können. In seinen Kostenschätzungen stellte der Ortsbaumeister den Räten sechs Varianten in Wort und Bild vor. Diese reichten vom Naturrasenplatz bis hin zu einem Tartanbahnähnlichen Kunststoffplatz, der zwar teuer – rund 120 000 Euro – aber am pflegeleichtesten sei.

Für Gemeinderat Hugo Uttenweiler liegen die Vorteile vom Kunstrasenplatz darin, dass er das ganze Jahr über bespielbar ist. Auch halten sich die Pflegekost in Grenzen. „Wichtig bei der Entscheidung für eine Variante sind nicht nur die Herstellungskosten sondern auch Haltbarkeit und Pflegeaufwand“, erklärt Rainer Hämmerl.

Ein Vorteil bei einem Kunstrasenplatz liegt für Rainer Schwab darin, dass Schulklassen diesen auch morgens schon nutzen können. Bei Dr. Friedrich Wimmer ist Kunstrasen erste Wahl. „Ein Naturrasenplatz bedeute nur rausgeschmissenes Geld, da durch ihn keine grundsätzlichen Verbesserung zum jetzigen Zustand erreicht werden können.“ Für Karl Haller kommt nur ein Kunstrasenplatz in Frage. Ob dabei die Variant für rund 70 000 Euro oder die für etwas über 75 000 Euro in Frage komme solle ein gemeinsamer Ausschuss mit dem Sportverein entscheiden.

Bürgermeisterin Adrian fasste die Diskussion zusammen, der Gemeinderat spricht sich für einen Kunstrasenplatz aus, es wird ein Ausschuss für die Ausschreibung gebildet, ein Erbbauvertrag mit dem Sportverein wird vorbereitet, abschließend liegt die Entscheidung über die Zuschusshöhe für den Sportverein beim Gemeinderat. Dem stimmten die Gemeinderäte einstimmig zu.

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