Erschließung heiß diskutiert

Mehrheit entscheidet sich für den Vorschlag der Verwaltung

Dotternhausen, 19.03.2010 von Andreas Westerhausen

Heiß diskutierte der Dotternhausener Gemeinderat die Festlegung des dritten Erschließungsabschnitts Brühl-Kreuzwiesen. Von den Räten wurde auch eine Kompletterschließung ins Spiel gebracht.

Nachdem bereits alle erschlossenen Bauplätze im Wohngebiet Brühl-Kreuzwiesen verkauft sind, strebt die Verwaltung nun einen dritten Erschließungsabschnitt des Neubaugebietes an. Vor allem auch deshalb, weil für das Baugebiet schon drei Anfragen vorliegen. Dabei sind verschiedene Varianten möglich.

Variante 1 wäre die Weiterführung der Kreuzwiesenstraße bis zur Schloßstraße. Dadurch lassen sich 14 Bauplätze erschließen sowie eine zweite Zufahrt zum Wohngebiet schaffen. Hauptsächlich für die erste Variante spricht, so Ortsbaumeister Roland Mertes, dass die Straßenentwässerung der verlegten Schloßstraße nur über eine Anbindung an das Kanalnetz des Wohngebietes Brühl-Kreuzwiesen erfolgen kann.

Die Variante 2 wäre ebenfalls die Erschließung von weiteren 14 Bauplätzen , jedoch gemeindenah über die Talackerstraße zwischen Seewiesenweg und Billentalstraße sowie Kreuzwiesenstraße zwischen Seewiesenweg und Billentalstraße.

Gemeinderat Karl Haller brachte dann als dritte Variante noch die Kompletterschließung des gesamten Baugebietes ins Spiel. Der Vorschlag fand bei seinen Ratskollegen aber keine Mehrheit.

Zur Sprache brachte Frank Göbel auch den Stand der Dinge bei der Neuanbindung der Schloßstraße an die B 27. Obwohl die Fachbehörde im Landratsamt keine weiteren Prüfungen verlangte, forderte das Regierungspräsidium nun noch eine Artenschutzrechtliche Prüfung sowie eine Natura 2000 Vorprüfung zur Beurteilung für das Bauvorhaben. Nach längeren Gesprächen konnte Bürgermeisterin Monique Adrian das Ingenieurbüro Langenbach für einen Preis von 600 Euro dafür gewinnen. Auch ist der Grundstückserwerb noch nicht in trockenen Tüchern, so die Bürgermeisterin.

Hugo Uttenweiler hält die Anbindung der Kreuzwiesenstraße an die Schloßstraße für zu gefährlich, da an der Stelle sowieso zu schnell gefahren werde. Er bevorzuge deshalb Variante 2. Dr. Friedrich Wimmer sprach sich für Variante 1 aus. Mehrheitlich stimmte das Gremium dann auch dem Beschlussvorschlag der Verwaltung zu, im dritten Bauabschnitt die Kreuzwiesenstraße an die Schloßstraße anzuschließen.

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