Schillerschule bleibt Werkrealschule

Endlich Zusage aus Tübingen: Weiter Mittlere Reife in Onstmettingen

Albstadt-Onstmettingen, 19.03.2010

Nach langer Ungewissheit: Das Regierungspräsidium Tübingen hat jetzt für die Schillerschule eine Genehmigung für die Weiterführung als Werkrealschule erteilt.

Jetzt kam, nach dem Hilfsantrag des Oberbürgermeisters (wir berichteten), das „O.K.“ vom Tübinger Regierungspräsidium: Zehntklässler können weiter die Mittlere Reife an der Schillerschule erlangen, in den kommenden zwei Schuljahren nach dem alten Modell, danach nach den neuen Vorgaben. Für das nächste Schuljahr soll laut Pressemitteilung der Schule bald ein neu überarbeiteter Bildungsplan für die Klassen 5 bis 8 vorliegen.

Bewährte Maßnahmen zur Stärkung der Hauptschule werden beibehalten. In den Klassen 5 und 6 werden Online-Diagnosen in den Fächern Deutsch und Mathematik durchgeführt. Aus den Ergebnissen wird für jeden Schüler ein individueller Förderplan erstellt, nach dem auch zu festgelegten Zeiten in der Schule gearbeitet wird. So genannte Diagnosearbeiten werden in Klasse 7 geschrieben. Auch sie geben den Schülern und Lehrern konkrete Rückmeldungen über den Leistungsstand in den Fächern Deutsch und Mathematik. Die Kompetenzanalyse in Klasse 7 besteht aus sechs Aufgaben, die die Schüler einzeln oder in kleinen Gruppen erledigen können.

Dabei werden sie von geschulten Lehrkräften beobachtet und bewertet. Die Schillerschule verfügt über fünf solcher Lehrkräfte, wobei eine Lehrerin auch als Fortbildnerin für den Zollernalbkreis tätig ist. Die Schüler müssen ihre Leistung bei der Kompetenzanalyse auch selbst einschätzen und bewerten. Aus den Schüler- und Lehrerergebnissen wird dann ein Kompetenzprofil erstellt als konkrete Hilfen für Ihre Berufswahl. Auch die Berufswegeplanung hat einen hohen Stellenwert und wird in Klasse 5 begonnen. Die Schillerschule arbeitet eng mit der Arbeitsagentur und Partnern aus der Wirtschaft zusammen.

Neu sind in Klasse 8 die zweistündigen Wahlpflichtfächer „Natur und Technik“, „Wirtschaft und Informationstechnik“ und „Gesundheit und Soziales“. Das in der 8. Klasse gewählte Wahlpflichtfach wird auch in Klasse 9 belegt und soll die Schüler auf die 10. Klasse und auf den Beruf vorbereiten.

Am Ende der Klasse 9 können die Schüler entweder die Hauptschulabschlussprüfung ablegen und eine Berufsausbildung beginnen, auf eine Berufsfachschule wechseln oder bei einem entsprechenden Notenschnitt in die 10. Klasse gehen, um dort ihre Mittlere Reife zu erlangen. Die 10. Klasse beinhaltet eine weitere Neuerung. An drei Tagen findet der Unterricht an der Schillerschule statt, an zwei Tagen an einer Berufsfachschule. Die Schillerschule ist keine Ganztagesschule. Für die Mittagspause stehen aber ein beaufsichtigter Vesperraum und ein Hausaufgabenzimmer zur Verfügung und in der Sporthalle wird ein Bewegungsprogramm angeboten.

Optionen

Weitere Infos

Eltern von Viertklässlern aller Grundschulen oder Wechselinteressenten anderer Haupt- oder Werkrealschulen können ihre Kinder am Mittwoch, 24. März, von 8 bis 11.30 Uhr und von 14 bis 16.30 Uhr oder am Donnerstag, 25. März, von 8 bis 11.30 Uhr in der Schillerschule anmelden.

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