Eine Hommage an sinnigen Unsinn und groteske Gedichte

Die große Heinz-Erhardt-Show im Balinger Loft: Drei Kabarettisten setzen humoristisches Lebenswerk in ein neues Licht

Balingen, 18.03.2010 von Romina Salvaggio

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Heinz Erhardt war ein Original, wie es im Buche steht. Die drei Kabarettisten Günter Fortmeier, Frank Sauer und Volkmar Staub verneigen sich mit ihrem Programm „Heinz lebt!“ vor ihm.

Heinz Erhardt ist bis heute – über 30 Jahre nach seinem Tod – einer der beliebtesten Komiker und größten Komödianten Deutschlands. Mit hintersinnigem Witz begeisterte der liebenswerte Humorist die Deutschen in den 50er, 60er und 70er Jahren. In zahlreichen Reimen, Sketchen und Filmen gab er sein komödiantisches Talent zum Besten. Jung und Alt kennen und lieben seine einzigartige und unverwechselbare Art: Verdrehte Redewendungen, Wortspiele, sinniger Unsinn und groteske Dichtkunst.

„Der immer heitere Heinz Erhardt“ stand 1932 das erste Mal auf einer Bühne – und zwar im Deutschen Schauspielhaus in Riga. Trotz großen Lobes von Seiten der Presse schaffte er erst sieben Jahre später seinen großen Durchbruch.

Eine Hommage an den bis heute unerreichten Entertainer haben die drei Kabarettisten Günter Fortmeier, Frank Sauer und Volkmar Staub mit ihrem Programm „Heinz lebt!“ geschaffen. Kein einfaches Unterfangen. Schließlich wollen sie die verschiedensten Aspekte des Mulitalents beleuchten. So greifen sie auf die unzähligen Tiergedichte zurück, lesen sie vor oder interpretieren sie neu. Wer hätte gedacht, dass es nicht nur Nutz- und Ess-, sondern auch Störtiere gibt. Das sind jene Geschöpfe, die im Sommer ganz besonders lästig sind. Gegenseitig treiben die drei sich zu regelrechten Höchstleistungen an. Die Gedichte bekommen so einen ganz besonderen Hauch. Jeder Kabarettist bringt seine Stärken mit ein. Selten bekam das Publikum „Die Made“ in einer solch verworrenen Version zu hören. Gerade solche neu arrangierten Klassiker, kamen besonders gut an.

„Ritter Fips“ im modernen Rap-Gewand und leichtfüßig illustriert wurde so ebenso zu einem Höhepunkt des Programms wie Stargast Luis Trenker. In seinem original Tiroler Dialekt philosophierte er voller Inbrunst von seiner Begegnung mit dem lustigen Nordlicht. „Immer wenn ich traurig bin, trink ich einen Korn“, intonierten die drei vom „G'sangsverei“ und erhellten die Gesichter der Besucher mit ihren Sprüchen.

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