Zeitspiel

11.03.2010 von Volker Bitzer

Sie ist nach wie vor ein Faszinosum. Obwohl seit Jahrtausenden in feste Bahnen gelenkt und jeder von uns Tag für Tag, Stunde für Stunde mit ihr umgeht: Die Zeit. Gestern musste ich mal wieder darüber sinnieren. Just in einem Augenblick, als ich ausnahmsweise mal viel Zeit hatte: Während ich nämlich strampelnd auf dem Crosstrainer etwas für meine Gesundheit tue. Was? Erst seit 6 Minuten und 42 Sekunden? Dabei trete ich doch schon seit einer halben Ewigkeit in die Pedale. Meine ich wenigstens. Aber der digital-grüne Chronometer der Fitness-Maschine ist unbestechlich. Ungenau? Eher nicht. 7 Minuten 14 Sekunden. Nein, die Zeit will und will nicht vergehen.

Im wahren Schneckentempo bewegt sich der Sekunden-„Zeiger“, freilich ganz im Gegensatz zu mir, was einige Schweißperlen glänzend beweisen. 7 Minuten 30. Halbzeit. Komisch, denke ich, morgens ist das immer ganz anders.... Noch ein Viertelstündchen liegen bleiben. Lange 15 Minuten. Von wegen. Gefühlt sind noch nicht mal die ersten drei Minuten voll, offenbart der Blick auf die Uhr, dass schon über zehn vergangen sind. Gibt's nicht! Und kaum ausgedacht, klingelt auch schon der Wecker.

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