„Wir brauchen uns nicht zu verstecken“

Schlossparkschule rührt Werbetrommel – Schnuppertag am 19. März auch für auswärtige Eltern

Geislingen, 10.03.2010 von Rosalinde Conzelmann

Die Zeit der Bescheidenheit ist vorbei. „Wir brauchen unsere Erfolge nicht zu verstecken“, sagt Eberhard Rauschenberger. Mit Stadt und Elternschaft im Rücken rührt der Rektor die Werbetrommel für seine Schule.

Priska Links Tochter besucht die neunte Klasse in der Schlossparkschule. Als sie erfahren hat, dass die neue Werkrealschule eingeführt wird und eine Bewilligung für ihre Schule an der Hürde der Schülerzahlen scheitern könnte, „hat sie Panik bekommen“, erzählt ihre Mutter. Deshalb will die Neuntklässlerin mit ihren Mitschülern für ihre Schule kämpfen. Über 800 Unterschriften haben die Schüler gesammelt. „Weil unsere Kinder gerne in die Schule gehen und eine gewisse Vertrautheit zwischen Schülern und Lehrern herrscht“, sagt Priska Licht. Sie lobt zudem die gute Berufsvorbereitung und die Beratung, die die Schüler bei der Berufsfindung bekommen.

Ein Lob, das den Schulleiter natürlich freut. Rauschenberger lud gestern gemeinsam mit Bürgermeister Oliver Schmid und Vertretern aus der Elternschaft zu einem Pressegespräch ein, um darüber zu informieren, wie es mit der Schlossparkschule weitergehen wird. Wie berichtet, hat die Stadt als Schulträger die Einrichtung einer neuen Werkrealschule beantragt, die erforderliche Schülermindestzahl für die Zweizügigkeit wird jedoch nicht erreicht. Die Stadt hat sich ans Regierungspräsidium gewandt und nun einen Teilerfolg erreicht. In einem Zwischenbescheid teilt das zuständige Referat mit, „dass der Antrag zurückgestellt wird.“ Generell nicht gefährdet sei der Status einer Werkrealschule. „Wir haben Bestandsschutz“, betont Oliver Schmid, dem es eine „Herzensangelegenheit“ ist, dass die Schule zukunftsfähig bleibt. Stolz ist der Stadtchef darauf, „dass unsere Schule einen hervorragenden Ruf in der Raumschaft genießt.“ Er bedauert, dass „wir jetzt, wo es darauf ankommt, aufgrund der demografischen Entwicklung in die Einzügigkeit gerutscht sind.“ Trotz allem herrscht Aufbruchstimmung. „Schließlich blicken wir auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurück“, sagt auch Elternvertreter Günter Müller. Alle am Tisch sind sich einig, dass die erforderlichen Zahlen – es geht für das nächste Schuljahr um sechs bis sieben Fünftklässler, die fehlen – auch erreicht werden können.

Rauschenberger weiß um die Stärken seiner Werkrealschule und will sie nun hinaustragen in die Öffentlichkeit. Die Übergangsquote ist hoch, „alle Schüler sind bislang untergekommen“, so der Rektor. Er bezeichnet das Unterrichtsniveau als sehr hoch, immer wieder gäbe es auch positive Rückmeldungen aus den Ausbildungsbetrieben. „Ein klarer Vertrauensbeweis in unsere Werkrealschule zeigt sich in den 23 Anmeldungen für die zehnte Klasse des nächsten Schuljahres“, sagt er. Er beschreibt das Klima als familiär, die Lehr- und Lernmittelausstattung sei hervorragend: „Jeder Zehner hat sein Notebook.“ Die Schule verfügt über eine Sporthalle und ein Lehrschwimmbecken – „bei uns können alle Schüler schwimmen“ – und im neuen Schuljahr auch über einen Mittagstisch, den die Stadt finanziert. Bei der Betreuung stehen Kirchengemeinde und Vereine parat. Die Schüler sind auch außerhalb vom Unterricht gerne im Schulhaus, die Zirkus-AG, der Chor oder die Band haben Zulauf.

Am 19. März bietet die Schule erstmals in ihrer Geschichte einen Schnuppertag an. Von 17 bis 19 Uhr können sich interessierte Eltern – gerne auch von auswärts – aus erster Hand informieren.

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Weitere Infos

Weitere Informationen – auch über den Schnuppertag – gibt es auf der Internetseite der Schule. Bei Fragen steht der „Chef“ unter der Nummer 91667 zur Verfügung.

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