Gartenschauen wohl weder in Albstadt noch in Balingen

Namen beider Bewerberstädte fehlen auf interner Vorschlagsliste des Ministeriums für Ernährung und ländlicher Raum

Albstadt/Balingen, 09.03.2010 von Klaus Irion

Enttäuschung im Zollernalbkreis. Die Bewerbungen um eine Landesgartenschau in Albstadt beziehungsweise ein Grünprojekt in Balingen sind wohl endgültig gescheitert.

Geht es nach dem Stuttgarter Ministerium für Ernährung und ländlichen Raum bekommen weder Albstadt noch Balingen bis einschließlich 2028 den Zuschlag für eine (kleine) Landesgartenschau. Nachdem vor Weihnachten noch die Austragungsorte für die Landesgartenschauen und die Grünprojekte (kleine Landesgartenschauen) bis 2018 bestimmt worden waren (wir berichteten), hatte sich das Kabinett um den damaligen Ministerpräsidenten Günther Oettinger entschlossen, die Entscheidung über die weiteren Schauen bis zum Jahr 2028 dem Kabinett seines Nachfolgers Stefan Mappus zu überlassen. In den nächsten Wochen soll die Entscheidung fallen.

Das Ministerium für Ernährung und ländlichen Raum hat aber bereits eine Vorauswahl getroffen. Eine Kopie eines diesbezüglichen Schreibens des bisherigen Ministers für Ernährung und Ländlichen Raum, Peter Hauk – inzwischen Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag – liegt dem ZOLLERN-ALB-KURIER vor. Auf der Vorschlagsliste finden sich weder Albstadt (Landesgartenschau) noch Balingen (Grünprojekt). Aus dem Regierungsbezirk Tübingen kommen wohl lediglich Überlingen (Landesgartenschau 2020) und Wangen (Landesgartenschau 2024) zum Zug. Freuen dürfen sich aus der „näheren“ Umgebung auch Sulz (Grünprojekt 2027) und Freudenstadt / Baiersbronn (Grünprojekt 2019). Die weiteren Städte und Gemeinden, die den Zuschlag erhalten sollen, sind Remstal (Landesgartenschau 2021), Rastatt (Landesgartenschau 2022), Eppingen (Grünprojekt 2023), Kirchheim (Grünprojekt 2025), Neuenburg (Landesgartenschau) und Waldorf/Wiesloch (Landesgartenschau 2028).

Über die Gründe, die zur Nicht-Berücksichtigung der beiden größten Städte des Zollernalbkreises geführt haben, war gestern in Stuttgart noch nichts zu erfahren. Dass sich gleich beide Städte, wenn auch in unterschiedlichen Kategorien, beworben hatten und dies in Stuttgart eventuell als konkurrierendes Ansinnen gewertet wurde, kann wohl nicht unterstellt werden. Schließlich ist die Bewerbung von Freudenstadt / Baiersbronn wohl von Erfolg gekrönt, obwohl mit Horb die zweite große Stadt im Landkreis Freudenstadt bereits 2011 mit einem Grünprojekt aufwarten darf. Die diesjährige Landesgartenschau findet übrigens in Villingen-Schwenningen statt und wird – langwieriger Winter hin oder her – am 12. Mai eröffnet.

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