„Ich bin der Maddin“

Mit neuem Programm „Arwiedätschi“ in der Volksbankmesse

Balingen, 08.03.2010

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Maddin, der „Schneggeschägger“, versetzte am Freitagabend in der Volksbankmesse das Publikum in ausgelassene Stimmung. Für die Besucher war es ein außerordentlich amüsanter Abend mit dem Standup-Comedian Maddin Schneider, dessen Gastspiel vom ZOLLERN-ALB-KURIER präsentiert wurde.

Der gebürtige Hesse servierte dem Publikum dabei sein neues Programm „Arwiedätschi“ in der gut gefüllten Volksbankmesse. Wer kennt das nicht: Man lernt eine neue Person kennen, findet sie nett und sympatisch und verabredet sich mit ihr. Nach dem ersten, zweiten oder dritten Date ist man wahnsinnig verliebt. So kommt eins zum anderen. Nach ein paar Jahren kracht es – und dann ist es aus mit der Liebe.

So muss es nicht laufen. Aber hin und wieder passiert es doch. So auch bei Maddin. Seine „Janine, „ehemalige Ex“, wie er sie noch liebevoll nennt, war was Besonderes. Der Zuschauer kann nicht anders, als sich selbst lachend darin zu erkennen. Maddin versteht nicht, wie sie so jemanden wie ihn einfach hat laufen lassen können.

Doch der nette Hesse mit dem breiten Mund hat sich schon in Linda, eine Zuschauerin aus der ersten Reihe verguckt. „Linda, hast du angewachsene Ohrläppchen?“, fragt er sie. Maddin hat da nämlich seine ganz eigene Theorie: „Frauen mit angewachsenen Ohrläppchen lachen beim Orgasmus“. Mit Janine habe er sehr viel gelacht.

Er stellt fest, dass er viel zu nett zu ihr war – oder allgemein viel zu nett zu Frauen ist. Schon als kleiner Bub. Da erinnert er sich: „Ich war sogar zur Hebamme zu nett, die hat an mir rumgerissen, das glaubt ihr net.“ Maddin selbst sei ja ein „Traaaaum“ von einem Mann, stets ein „Schentelman“. Aber Frauen, oder in diesem Fall speziell Janine, stehen nicht auf Jungs. Frauen wollen „Aaarschlöscher“. Er, jedenfalls ist überzeugt, die Trennung liege nicht an ihm. Oder doch? Vielleicht ist sein Plumsklo-Häuschen der ausschlaggebende Grund dafür gewesen. „Sogar mit einem Herzchen an der Tür“, grinst er breit. Sie, also die Ex, hat es nach seinem Chili-Sauerkraut-Auflauf nicht mehr rechtzeitig aufs Plumpsklo geschafft. Seine Idee ihr ein praktisches Geschenk-, nämlich den Nachttopf seiner Oma – zu machen, ist dann ja wohl nicht ganz aus der Luft gegriffen, oder?

Jedenfalls steht fest, dass er noch an „Janine“ hängt. Neulich verwechselte er sogar seine Putzfrau mit Janine: „Ich sah meine Putzfrau auf dem Boden. Janine hat auch öfter den Boden geputzt. Ich konnte mich nicht zurückhalten und habe sie vernascht – OOOH. Irgendwann habe ich mich gefragt: Seit wann hat die Janine ein Gebiss?“. Die darauf folgende Lachlawine aus dem Publikum war kaum zu stoppen. „Manschmal tuts weh“, gab Maddin Schneider zu. „Manchmal stellt einem die eigene Intelligenz ein Bein im Gehirn“.

In Maddins grotesken Schilderungen spiegeln sich seine Macken und Ängste wider. Gerade dann, wenn der Komiker von seiner Unfehlbarkeit erzählt, erkennt man sein natürliches Wesen. Seine warme Art ist wieder einmal Beweis genug, dass menschliche Schwächen völlig in Ordnung sind. Danke Maddin!

Romina Salvaggio

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