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Ich hab's getan, 03.03.2010 von Rosalinde Conzelmann
. . und bin nun mächtig stolz auf mich. Ich habe all meinen Mut zusammengenommen und bin zu meiner ersten Blutspende gegangen. Seit Jahren will ich dieses Vorhaben in die Tat umsetzen, weil ich von meiner DRK-Ausbildung (in meinen Jugendjahren) weiß, wie wichtig diese Blutspenden sind. Am Jahresende, wenn in den Gemeinden die Blutspenderehrungen stattfinden, bekomme ich stets ein schlechtes Gewissen, weil ich es wieder nicht geschafft habe. Am Aschermittwoch aber gab es kein Pardon mehr. Eine Freundin, die regelmäßig Blut spendet, ließ nicht locker und versprach mir, Beistand zu leisten. Ich bat noch um Bedenkzeit und prompt fühlte ich mich den ganzen Tag unwohl. Um 17 Uhr dann traf ich die Entscheidung und rief sie an: „Ich bin dabei“.
In der Halle angekommen, herrschte um diese Zeit ein großer Andrang und wir mussten warten. Ich wurde immer aufgeregter und „ertränkte“ mein flaues Gefühl mit Cola. Und ja nicht als Neuling auffallen unter all den „Profis.“ Dann ging es Schlag auf Schlag: Dem aufklärenden Gespräch mit der netten Ärztin folgte ein Piekser, ich wartete nochmals kurz und wurde von meiner netten Sitznachbarin erneut beruhigt. Begleitet von einem netten DRK-Menschen, der mich nicht aus den Augen ließ, legte ich mich auf die Bahre. Meine Venen waren ebenso tapfer wie ich und ich spürte nichts, als mein Blut in das Beutelchen floss. Ich geb's zu: Ich habe nicht einmal hingeschaut. Neidisch blickte ich auf meine Nachbarin, eine „Turbospenderin“, die nach fünf Minuten fertig war. Wow! Drei Minuten später war auch ich um einen halben Liter Blut ärmer.
Stolz richtete ich mich auf, der Schwindel war vorbei. Nach dem Ausruhen freute ich mich auf das „Abendessen“ mit meiner Freundin. „Und war's schlimm?“, meinte sie. „Überhaupt nicht, oder habe ich das mal gesagt? “
