Resolution gegen JVA findet Zustimmung

Räte sprechen sich gegen Standorte aus

Zimmern / Dotternhausen, 27.02.2010 von Andreas Westerhausen

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Die Gemeinderäte von Zimmern und Dotternhausen haben sich in ihren Sitzungen am Donnerstag gegen ein Großgefängnis in Zepfenhan ausgesprochen.

Auf reges öffentliches Interesse stieß die Gemeinderatssitzung in Zimmern u.d.B. Bürgermeister Elmar Koch erklärte, dass die Gemeindeverwaltung – wie andere Verwaltungen – erst über die Presse am 27. Januar von den Plänen der Stadt Rottweil erfahren habe, unmittelbar an der Gemarkungsgrenze zu Zimmern u.d.B. zwei Standorte für eine Justizvollzugsanstalt vorzuschlagen. Mit dem Bau des Großgefängnisses würden die Bemühungen des Gemeindeverwaltungsverbandes bezüglich eines leistungsfähigen Ausbaues des Tourismus einen herben Rückschlag bekommen. Die an das Gefängnis angrenzenden Gemeinden und Ortschaften verlieren erheblich an Wohnqualität.

Paul Seifriz von der „Bürgerinitiative gegen Großgefängnis Rottweil“ erhielt Rederecht und erläuterte, dass befürchtet werde, dass durch das Gefängnis im Umland die Drogenproblematik zunehmen werde und auch Arbeitsplätze verloren gehen, da die Inhaftierten größtenteils als Billiglohnkräfte Montagearbeiten für Industriebetriebe verrichten.

Mit großer Mehrheit bei einer Enthaltung stimmte der Gemeinderat der gemeinsamen Resolution der Gemeinderäte von Schömberg, Weilen u.d.R und Zimmern u.d.B. gegen den Gefängnisneubau zu. Panthen

Ebenso stand der Bau eines Großgefängnisses an der Kreisgrenze auf der Tagesordnung des Dotternhausener Gemeinderates. Mit knappen Worten fasste Bürgermeisterin Monique Adrian die Resolution der Schlichemtaler Gemeinderäte gegen die Standortwahl „Bitzwäldle“ und „Mittelberg“. So passe ein Justizvollzugsanstalt mit 600 Insassen nicht in das Sozialgefüge des ländlichen Raums mit kleinen Gemeinden. Außerdem widerspreche der Flächenverbrauch dem von der Landespolitik ausgegebenen Slogan „Stoppt den Flächenverbrauch“. Nicht nur das Biotope ausgelöscht werden, auch führe das massive Abholzen vom Wald, zu einem windanfälligen Waldbild.

Die Dotternhausener Gemeinderäte brachten ihr Unverständnis über die Standortwahl zum Ausdruck und betonte ihre Solidarität mit den anderen Schlichemtalgemeinden und stimmten der Resolution einstimmig zu.

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