Ein feines Essen ist ein Kunstwerk

Christine Schreyeck im Portrait: In der Küche hat die 24-Jährige aus Hartheim den Traumjob gefunden

Messstetten-Hartheim, 24.02.2010 von Katja Weiger-Schick

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Ein feines Essen, das steht für Christine Schreyeck fest, ist ein Kunstwerk. Sorgsam durchkomponiert. Bis ins kleinste Detail stimmig und alles harmonisch aufeinander abgestimmt.

Die 24-Jährige stammt aus Hartheim und arbeitet in Lindau als Sous Chefin im bekannten Hotel Villino. Einem Haus, das, wie sie stolz anmerkt, zu den 475 besten Hotels weltweit gehöre. Die Sous Chefin, Gourmets werden es wissen, ist die Stellvertreterin des Küchenchefs. Christine Schreyeck hat ihre Abschlussprüfung erst im vergangenen Jahr abgelegt – und trotzdem diesen Traumjob bekommen.

Wie es dazu kam? Zum einen hat sie einen Teil ihrer Lehre in dem renommierten Hotel absolviert. Zum anderen hat die sympathische junge Frau ihre Abschlussprüfung mit einem traumhaften Ergebnis hinter sich gebracht. Sie erhielt sensationelle 99 von 100 möglichen Punkten. Christine Schreyeck denkt gern daran zurück, wie ihr Saibling mit Auberginen-Ravioli, die Perlhuhnbrust im Zucchini-Mantel und das Schokoladen-Soufflé mit Zitronen-Joghurt-Mousse die Jury verzauberten: „Das war, ohne Übertreibung, der schönste Tag in meinem Leben.“

Was die 24-jährige Köchin an ihrer kulinarischen Arbeit fasziniert? „Die Kleinigkeiten“, sagt die Hartheimerin spontan: „Und die Fingerfertigkeit dahinter.“ Und in der Tat: Christine Schreyeck schafft Kunstwerke, keine auf Leinwand oder aus Marmor, aber aus wohl ausgewählten Zutaten: butterzartem Lammfleisch, knackigem Gemüse, duftenden Gewürzen. Ihre Arbeit liebt die junge Frau über alles: „Mein absoluter Traumberuf.“ Auch dann, wenn der Arbeitstag mal wieder etwas länger dauert oder ein reguläres Zwei-Tage-Wochenende meistens ausfällt.

Als Christine Schreyeck die Schule beendete, sah es nicht nach einer Traumkarriere in der Gastronomie aus. Sie entschied sich zunächst für eine Lehre als Feinmechanikerin. Zwei Jahre arbeitete sie nach Ausbildungsende in diesem Beruf. Doch irgendwann reifte die Entscheidung: „Ich mache etwas ganz anderes. Ich lerne Köchin.“ Die Liebe zu filigraner Arbeit blieb. Doch statt feiner Präzisionswerkzeuge zaubert die 24-Jährige heute Köstlichkeiten wie bretonisches Steinbuttfilet oder Nougat-Grießknödel auf Vanilleschaum. Mit einem leisen Schmunzeln erinnert sich Christine Schreyeck daran, dass Kochen und Backen einst als Teenager nicht unbedingt zu ihren Lieblingsbeschäftigungen gehörten.

Donnerstags hat Christine Schreyeck üblicherweise frei. Diesen Tag verbringt sie bei ihren Lieben in Hartheim. Meistens, sagt sie lachend, kocht sie dann wieder: „Wenn die Familie weiß, dass ich komme, ist der Tisch ganz schnell voll besetzt.

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