Schäden häufig unsichtbar
Kreisstraßennetz alles in allem in zufriedenstellendem Zustand
Zollernalbkreis, 18.02.2010 von Klaus Irion
Ein langer, frostiger Winter geht langsam seinem Ende entgegen. Doch seine Spuren werden auf den Straßen im Kreis als Frostschäden in Form von tiefen Schlaglöchern noch zu sehen sein, wenn der derzeitige Schnee längst geschmolzen ist. Vor ziemlich genau zwei Jahren war im Kreistags-Ausschusses für Umwelt und Technik angeregt worden, allen Kreisräten die Ergebnisse der Straßenzustandserfassung zu übermitteln. Nun kamen die Kreisverantwortlichen diesem Wunsch nach, veröffentlichen einen aktuellen Zustandsbericht aller Kreisstraßen.
„Im vergangenen Oktober haben wir mit einem speziellen Meßfahrzeug sämtliche Kreisstraßen untersuchen lassen“, erklärt Matthias Frankenberg, der Erste Landesbeamte des Zollernalbkreises. Die Straßenqualität sei dabei mit hochauflösenden Kameras erfasst worden. Wobei es zwei unterschiedliche Kriterien zu beachten galt. Zum einen der von den Autofahrern „gefühlte Fahrbahnkomfort“, zum anderen der Zustand der Bausubstanz der Straßen. „Denn wenn eine Straße schlecht abgeschnitten hat, heißt das noch lange nicht, dass die Autofahrer das auch schon merken“, erläutert Frankenberg. Soll heißen: Die schleichende Gefahr lauert wie eingangs bereits erwähnt im Fahrbahnuntergrund.
Die nackten Zahlen belegen diese Aussage. Denn während im Bereich „Fahrbahnkomfort“ nur bei sieben Prozent gesamten Kreisstraßennetzes die Beurteilung mangelhaft erfolgte, weisen 26 Prozent des Netzes in punkto Bausubstanz die schlechteste Bewertung auf. Alles in allem aber ist der Auswertung zufolge der Zustand des Kreisstraßennetzes zufriedenstellend. 30 Prozent desselben erhielten die Note eins, 39 Prozent die Note zwei, 6 Prozent die Note 3 und 18 Prozent die Note vier. Was die Bausubstanz betrifft, bewerten die Straßenexperten 33 Prozent mit einer eins, 20 Prozent mit einer zwei, ein Prozent mit einer drei und 20 Prozent mit einer vier.
Was aber geschieht nun mit den Straßen, die (versteckt) bereits deutliche Mängel aufweisen? Solche Streckenabschnitte sind nach Auskunft von Frankenberg „innerhalb der nächsten fünf Jahre mit einem neuen Belag zu versehen, um weitergehende Schäden zu vermeiden.“ Dies sei bei einer angenommenen gleichbleibenden finanziellen Ausstattung des Kreisstraßenhaushalts auch weiterhin so vorgesehen. Frankenberg: „Nur so ist es möglich, die durchschnittliche Lebensdauer eines Fahrbahnbelags von 20 bis 25 Jahren im Interesse einer bestmöglichen Wirtschaftlichkeit optimal auszunutzen.“
