Nur noch Musiker und Festwirt

Rosenfelds Stadtkapellen-Chef Thomas Weckenmann will nach 21 Jahren aufhören

Rosenfeld, 04.02.2010 von Rosalinde Conzelmann

Anzeige
Ein Leben ohne Musik? „Unvorstellbar“, sagt Thomas Weckenmann lachend. Der Rosenfelder gibt nach 21 Jahren sein Amt an der Spitze des Musikvereines ab, bleibt aber Musiker und „gerne auch Festwirt.“

Der gebürtige Dormettinger ist mit Musik groß geworden und 1967 dem Musikverein seiner Heimatgemeinde beigetreten. Die Arbeit führte den gelernten Kfz-Mechaniker nach Rosenfeld, wo er 1975 der Stadtkapelle beitrat. In der Proben saß er neben einer netten Klarinettistin namens Heidemarie, die zwei Jahre später seine Ehefrau wurde. Die Musik verbindet die Eheleute auch heute noch und Thomas Weckenmann ist froh, dass seine Heidemarie immer noch Verständnis für sein Hobby aufbringt. Und das obwohl sie nach der Geburt der beiden Söhne aus dem Musikverein ausgetreten ist. Florian und Michael sind heute 24 und 30 Jahre alt und beides ebenfalls begeisterte Musiker, wie könnte es anders sein in dieser musikalischen Familie.

Thomas Weckenmann übte das Amt des Kassierers aus, als er im Jahr 1989 von seinen Musikerkameraden gebeten wurde, den Vorsitz zu übernehmen. „Ich habe abgewunken, wollte aber das Vizeamt annehmen“, erzählt Weckenmann, der seit 1986 am Schulzentrum als Hausmeister der „Mann für alle Fälle“ ist. In geheimer Wahl fiel die Mehrheit der Stimmen auf Weckenmann. Es bedurfte weiteren Zuredens, auch vom damaligen Stadtchef Manfred Haasis, und Weckenmann nahm den Posten schließlich an. Seine Ehefrau kommentierte diese Entscheidung mit einem verständnisvollen „des hab' ich mir schon gedacht.“

Thomas Weckenmann hat mit drei Dirigenten zusammen gearbeitet, Werner Bisinger stand bis 2000 am Dirigentenpult, sein Nachfolger Frank Greiner hörte vor drei Jahren auf. Seither gibt Michael Eberhart den Takt an.

Die Stadtkapelle ist ein stattliches Orchester mit über 50 Musikern. Die Jugendkapelle, die in Kooperation mit dem MV Erlaheim geführt wird, zählt 40 Mitglieder und in der Ausbildung befinden sich 13 Jungen und Mädchen. Die Nachwuchsarbeit hat sich verändert, sagt der Vollblutmusiker: „Es wird schwieriger, die Konkurrenz ist groß, der Freizeitstress nimmt zu.“

Weckenmann hat im Jahr 1999 die Polkafreunde gegründet. Hier macht er mit zehn bis 15 Kameraden die Musik, die er liebt: böhmisch-mährische Klänge. Und weil der Familienvater, der sich schon lange als Rosenfelder fühlt, auch ein Fasnetsnarr ist, geht auch die Lumpenkapelle auf sein Konto. „Die Fasnet brauche ich“, sagt er lachend. Umso mehr hat ihn das Geschenk seiner Musikerkameraden zum 50. Geburtstag, ein Fuchswadel, gefreut. „Das war immer mein Traum“, sagt er.

Der Klarinettist hat seine Musikerkollegen auf sein Ausscheiden vorbereitet. Als Gründe nennt er auch die zunehmende Bürokratisierung in den Vereinen. Zudem „lässt auch meine Energie langsam nach“, meint er und ist sich sicher, „dass unserem Verein eine Veränderung mit neuem Schwung und neuen Ideen gut tun wird.“ Für Weckenmann war es immer klar, dass er weiter Musik machen will. „Ich will aber nicht mehr vorne dran stehen“, betont er. Gerne aber übernimmt er auch künftig – – allein schon berufsbedingt – das Amt des Festwirtes.

Den Samstag erwartet der Rosenfelder mit Spannung. Es wurden viele Gespräche im Vorfeld geführt. Das macht Weckenmann Mut, dass sein Posten wieder besetzt wird, auch wenn bislang keine definitive Zusage vorliegt.

Optionen

Bilder (1)

Weitere Infos

Die Hauptversammlung beginnt am Samstag, 6. Februar, um 19.30 Uhr im Sportheim. Außer den Wahlen stehen noch die Ehrungen langjähriger aktiver und passiver Mitglieder an.

Schlagworte

Ähnliche Artikel

Veränderungen im Vorstand

Rosenfeld-Leidringen, 26.01.2011

Artikel lesen

Über 750 Pferde angemeldet

Rosenfeld-Isingen, 16.08.2010

Artikel lesen

Neuer Bezirksposaunenwart

Rosenfeld-Isingen, 30.03.2010

Artikel lesen

Für jede Altersgruppe ein Angebot

Rosenfeld-Isingen, 24.03.2010

Artikel lesen

Liederkranz mit neuem Dirigenten

Rosenfeld-Leidringen, 08.01.2010

Artikel lesen
Anzeige
Anzeige

PROBE LESEN

Der ZAK bei Facebook