Solarpark beim Schiefersee
Ravensburger Betreiber plant Anlage auf einer Fläche mit 13 Hektar
Dotternhausen, 02.02.2010 von Daniel Seeburger
Die Schlichemtal-Gemeinde strebt die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen an (wir haben berichtet). Ein weiterer Schritt könnte nun die Errichtung eines großen Solarparks sein. Der Gemeinderat berät heute Abend über die Anfrage eines privaten Betreibers zur Erstellung eines Solarparks auf der Rekultivierungsfläche des Zementwerks, unterhalb des Schiefersees im Gewann Giebel. Dort soll eine Anlage in einer Größenordnung von rund vier Megawatt entstehen. Die Fläche, auf der die Solarpanelen aufgestellt werden sollen, umfasst rund 13 Hektar. Das Investitionsvolumen beträgt etwa zwölf Millionen Euro.
Um den Solarpark ermöglichen zu können, muss die Gemeinde die baurechtlichen Voraussetzungen schaffen. Da die Flächen in einem so genannten unbeplanten Außenbereich liegen, darf dort eigentlich nicht gebaut werden. Deshalb muss ein spezieller Bebauungsplan für das Gebiet aufgestellt werden. Dazu muss aber zuerst der Flächennutzungsplan angepasst werden. Bei der Dotternhausener Gemeindeverwaltung geht man davon aus, dass das Verfahren mindestens vier Monate andauern wird.
Der Betreiber, die Projektmanagement GmbH aus Ravensburg, will den geplanten Solarpark noch bis zum 1. Juli umsetzen. Ein besonderes Schmankerl für die nicht gerade finanzstarke Gemeinde: Die durch den Solarpark erwirtschafteten Gewinne würden in der Gemeinde versteuert und wirkten sich positiv auf das Gewerbesteueraufkommen aus.
