Piraten erobern die Stauseehalle
Traditioneller Zunftball mit Sketchen, Tänzen und Schabernack
Schömberg, 01.02.2010 von Mirjam Seeburger
In stilechter Kostümierung hatten viele Besucher die Einladung zum „Piratenabend“ gerne angenommen und die Stauseehalle damit in eine räuberische Spelunke voll von roten Schärpen, Augenklappen und Goldohrringen verwandelt. Für das richtige Maß an Säbelrasseln und die typisch steife Brise auf hoher See sorgten aber nicht nur die Piraten und ihre Bräute unter den Zuschauern, sondern vor allem auch die Akteure auf der Schömberger Bühne, die sich allerlei Schabernack, Sketche und Tänze hatten einfallen lassen, um ihr Piratenpublikum angemessen zu unterhalten.
Überaus kernig, kreativ und teilweise sogar gemeinsam mit einem original Piratenaffen an seiner Seite führte Manuel Plescher das Publikum durch den Showabend, der von den Sieben Weltmeeren über den Watzmann bis hin zum Stauseestädtchen an vielen Stationen Halt machte. So waren drei Seebären mit ihrem Schiff direkt am Ufer des Stausees gestrandet und nutzten prompt die günstige Gelegenheit, um sich das Treiben im Städtle einmal genauer zu betrachten.
Von den Vereinen über die Stadtverwaltung, von den örtlichen Gaststätten über so manch einen Besucher derselben hatten die drei die Lage in Schömberg blitzschnell erfasst und gaben ebenso scharfzüngig wie pointiert ihren Kommentar über das Geschehen im Ort preis.
Auch die Stauseepiraten in Gestalt der „19er“ trieben in den Fluten des Sees ihr Unwesen und machten sich in den Schömberger Wirtschaften auf die Suche nach einem sagenumwobenen Schatz. Keinen Schatz, dafür aber viele wertvolle Preise und Gewinne hatten die diesjährigen „20er“ zu vergeben, hatten sie sich doch eigens für den Zunftball die Mühe gemacht, eine aufwendige Lotterie zu organisieren. Im großen und professionellen Rahmen bildete die Ziehung der Gewinner einen der Höhepunkte des Showabends. So warteten neben überraschend wertvollen und kreativ in Szene gesetzten auf jeden Gewinner noch ein Küsschen der charmanten Lotterieassistentin Juliane, das für manch einen glücklichen Sieger sicherlich wichtiger war als sein geradezu hochwertige Gewinn.
Als wahre Stimmungskanonen und Tanzwunder erwiesen sich darüber hinaus die Herren der Schömberger Feuerwehr, denn im knappen und farbenfrohen Aerobicdress schwangen sie auf der Bühne ihre strammen Waden und stellten mit ihrer ausgefeilten Choreografie jedes Tanzmariechen in den Schatten.
Aufgelockert wurde das bunte und vielseitige Programm immer wieder von den „Fitzgern“, die schon seit vielen Jahren unverzichtbarer Bestandteil des Schömberger Zunftballes sind und mit ihrer Stimmungsmusik und ihren Schunkelrunden auch in diesem Jahr aus dem Ablauf nicht wegzudenken waren.
