Bürger gehen gegen Gefängnis vor
Schömberg / Rottweil, 29.01.2010 von Daniel Seeburger
Das Großgefängnis, das nach den vor drei Tagen bekannt gewordenen Plänen der Rottweiler Stadtverwaltung entweder im Bitzwäldle in Zepfenhan oder am Mittelberg in Neukirch entstehen soll, stößt auf Widerstand in der Bevölkerung. beide Standorte liegen unmittelbar an der Grenze zu Schömberg. Jetzt soll eine Bürgerinitiative gegründet werden. Mit dabei sind nach Informationen des Internetportals der Neuen Rottweiler Zeitung (NRWZ) auch Ortschaftsräte aus Neukirch, Zepfenhan und Vaihingerhof. Jetzt soll eine Unterschriftenaktion starten. Das Großgefängnis mit rund 600 Insassen stehe in keinem Verhältnis zur Einwohnerzahl der umliegenden Gemeinden, ist eines der Argumente der Gefängnis-Gegner. Das Bitzwäldle sei zudem als Naherholungsgebiet für die Neukircher und Zepfenhaner mit Waldwegen und Ausflugsgaststätten in das Tourismusgebiet Oberes Schlichemtal eingebunden. Das Areal Miltenberg grenze unmittelbar an das Naturschutzgebiet Schwarzenbach auf Zimmerner Gemarkung.
Er wolle noch nicht öffentlich Stellung nehmen, führte Schömbergs Bürgermeister Karl-Josef Sprenger aus, der sich mit seinen Stellvertretern und den Gemeinderäten beraten will. Schon einmal, Ende der 80er-Jahre, habe es Bürgerprotest gegen ein Vorhaben im Naherholungsgebiet Bitzwäldle gegeben. Dort sollte die Kreismülldeponie entstehen. Sprenger wies darauf hin, dass der ursprüngliche Standort für das Gefängnis zwischen Dietingen und Villingendorf nach Anwohnerprotesten schnell aufgegeben worden sei.
