Fasnet hält Polizei in Atem
Zwei rivalisierende Jugendgruppen zetteln in Rangendingen Schlägerei an
Zollernalbkreis, 26.01.2010
Größere Probleme gab es nach Angaben der Polizeidirektion Balingen in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Rangendingen. Nach dem Nachtumzug kam es im Festzelt wiederholt zu massiven Störungen. Zwei Randalierer, 18 und 27 Jahre alt, wurden von Beamten in Gewahrsam genommen. Sei seien auf andere Weise nicht zu beruhigen gewesen, heißt es im Polizeibericht. Bereits am Abend war es am Rande des Umzugs zu einer regelrechten Schlägerei zwischen zwei rivalisierenden Gruppen von Jugendlichen und Heranwachsenden gekommen. Die jungen Leute setzten dabei auch Schlagwerkzeuge und Pfefferspray ein. Mehrere Personen wurden leicht verletzt und mussten vom DRK ambulant behandelt werden. Weitere Ermittlungen laufen und dauern derzeit noch an.
Es gab auch harmlose Vorfälle, die den Beamten Anlass zum Schmunzeln gaben. So ging am Samstagmorgen ein Anruf ein, im Vorraum der Geislinger Sparkasse halte sich eine verdächtige Person auf. Tatsächlich hatte es sich ein alkoholisierter junger Mann aus einem Nachbarkreis nach dem Besuch der Geislinger Fasnet einfach im Schaltervorraum bequem gemacht und sich schlafen gelegt.
Wohl mitverursacht durch seinen Alkoholkonsum, das vermutet zumindest die Polizei, geriet in der Nacht von Samstag auf Sonntag ein 34-jähriger Mann aus Burladingen in eine fast hilflose Lage. Er hatte das Narrenbaumstellen in Starzeln besucht und ging kurz vor Ende der Veranstaltung zur Toilette im Rathaus. Plötzlich und für ihn völlig unvorhersehbar sei die Toilette von außen verschlossen worden, gab er bei der Polizei zu Protokoll. Zwar gelang es ihm, die oben offene WC-Kabine zu überklettern, jedoch stand er anschließend vor einer verschlossenen Rathaustüre. In seiner Not setzte er kurz nach 4.30 Uhr einen telefonischen Hilferuf an die Polizei ab, die dann für seine Befreiung sorgte.
