Ebingen in Narrenhand

Narrenzunft Schlossbergturm feiert 25. Geburtstag

Albstadt-Ebingen, 25.01.2010 von Horst Schweizer

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Zum Jubiläumsumzug „25 Jahre Narrenzunft Schlossbergturm“ kamen gestern Nachmittag 71 Zünfte mit 3000 Hästräger, um gemeinsam mit tausenden Zuschauern symbolisch den Winter auszutreiben.

Seit einem Vierteljahrhundert hat sich die Narrenzunft „Schlossbergturm“ mit viel Engagement und Idealismus erfolgreich um die Etablierung und Pflege des schwäbisch-alemannischen Brauchtums bemüht. Sie konnte heuer ihr 25-jähriges Jubiläum feiern.

Am Rathaus, Schütte und Schweinweiher waren Sprecherwagen platziert, von denen aus beim Umzug gestern Nachmittag die einzelnen Gruppen mit ihren Schlachtrufen vorgestellt wurden. Die Innenstadt von Ebingen wurde für einen halben Tag zur Narrenhochburg, der große Umzug präsentierte sich in närrisch-bunter Farbenpracht. Das Wetter war ideal, die Stimmung bestens. Musik, Rätschen, Gejohle und Getöse bestimmten mehrere Stunden lang das Geschehen, Gäste ließen sich von Frohsinn und guter Laune anstecken. Obwohl manch einer mit Stroh oder Narrensamen überschüttet, manche junge Dame in die Klauen von Hexen oder Bären genommen wurde – man nahm es gelassen.

Rathaus-bebend eröffneten die „Hannäbler Gugga“ am Vormittag den Empfang der Zunftmeister und Präsidenten im kleinen Ratsaal. Oberbürgermeister Dr. Jürgen Gneveckow meinte, man sei zwar voller Tatendrang, obgleich etwas eingeschränkt durch die Wirtschafts- und Finanzkrise. Das extreme Sparen mache deshalb auch vor der Fasnet nicht halt. Er dankte dem „Schlossbergturm“ für dessen Kompromissbereitschaft, stellte zugleich Engagement und Ideenreichtum in 25 Jahren heraus. Stellvertretend ging der Dank an Zunftmeister Günter Mogdans, der seit 1994 im Amt ist. Es sei mit sein Verdienst, dass sich der Verein maßgeblich weiterentwickelt habe und auf solider finanzieller Basis stehe. Mit hohem zeitlichen Aufwand setze er sich ein, sein großes Engagement wurde mit der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg gewürdigt.

Der Geehrte zeigte sich überrascht, „wir haben uns zum Ziel gesetzt, teamorientiert zu arbeiten“. Man wisse bei der Narrenzunft um die Schulden der Stadt, symbolisch überreichte Mogdans eine Spende in Form von Schokoladen-Goldtalern. Das persönliche Geschenk für den Oberbürgermeister als Schirmherr war ein Schirm mit Luftballons.

Die Glückwünsche zum Jubiläum der Förderation Europäischer Narren (FEN) überbrachte Landespräsident Berthold Schneider. Dann wurde der Zunft Schlossbergzunft das „Narrenlicht“ von den „Sandsäcke“ Engstlatt für ein Jahr überreicht. Dieses Licht soll die Helligkeit der länger werdenden Tage darstellen, stehe für Heiterkeit und Fröhlichkeit, die Kette für Verbundenheit untereinander.

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