Arbeitslosigkeit steigt

Quote klettert um 0,2 auf 5,5 Prozentpunkte

Zollernalbkreis, 07.01.2010

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Mit 9 280 Arbeitslosen im Zollernalbkreis und im Landkreis Sigmaringen sowie einer Arbeitslosenquote von 5,5 Prozent ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Balingen das alte Jahr zu Ende gegangen.

Nach rückläufigen Arbeitslosenzahlen im Herbst wurde erstmals seit drei Monaten wieder eine Zunahme registriert. So waren an Weihnachten 260 Menschen mehr ohne Job als vier Wochen zuvor. Dass die Arbeitslosenquote um 0,2 Punkte gestiegen ist, liegt vor allem am Winterwetter und am Ende einer ganzen Reihe beruflicher Qualifizierungsmaßnahmen sowie an der verhaltenen Nachfrage nach Arbeitskräften. Die Arbeitslosenquote für Baden-Württemberg hat um 0,1 auf 5,1 Prozent zugenommen.

„Es grenzt schon fast an ein Wunder, dass die schlimmste Rezession in der Geschichte der Bundesrepublik zwar die Beschäftigung – vor allem in den exportorientierten Branchen – stark einschränkt hat, es bisher jedoch in unserer Region nicht zu den befürchteten Entlassungen im größeren Stil gekommen ist“, so das Fazit von Hans-Josef Baum, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Balingen. Im Vorjahresvergleich ist die Zahl der Arbeitslosen um 1 930 oder ein Viertel, die Quote um 1,1 Punkte gestiegen. Flexible Arbeitszeitmodelle und der fast flächendeckende Einsatz der Kurzarbeit konnten bislang Schlimmeres verhindern. „Vielen Betrieben wird aber Kurzarbeit als Instrument zur Fachkräfteerhaltung zu teuer“, meint Baum.

Betriebe und Verwaltungen suchten 550 Arbeitskräfte über die öffentliche Arbeitsvermittlung. Allerdings hat nur das Interesse an Ein-Euro-Jobbern zugenommen (plus 60 auf 140). Knapp die Hälfte aller aktuellen Arbeitslosen zählt zum Personenkreis der Hilfebedürftigen nach dem Sozialgesetzbuch. Ihre Zahl ist gegenüber dem Vormonat um 100 auf 4 580 gestiegen (2 760 im Zollernalbkreis).

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