Lehrerkollegium wird jünger
In Realschule wird bis 2010 die Hälfte der Lehrkräfte ausgewechselt
Schömberg, 18.12.2009 von Daniel Seeburger
Während allerorten über sinkende Schülerzahlen lamentiert wird, kann sich Schömbergs Realschulrektor Ulrich Müller nicht beklagen. 362 Schülerinnen und Schüler, zum großen Teil aus dem Oberen Schlichemtal, besuchen die Schömberger Realschule. Das sind zwar 3,7 Prozent weniger als im vergangenen Schuljahr – die Schule ist aber weiterhin gut ausgelastet. Die Schüler werden in 14 Klassen von 29 Lehrkräften und zwei Referendaren unterrichtet. Man habe zu viele Klassen und zu wenig Klassenzimmer, führte Ulrich Müller vor dem Gemeinderat aus. Von weniger Schülern geht der Rektor in den nächsten Jahren nicht aus.
Das Lehrerkollegium der Realschule wird jünger. Sechs neue Lehrer kamen 2008 an die Schömberger Bildungseinrichtung, in diesem Jahr kamen sieben neue Lehrer dazu und im kommenden Jahr gehen weitere ältere Lehrer in Pension. Man habe von 2008 bis 2010 weit über die Hälfte der Lehrkräfte ausgewechselt, erklärte Ulrich Müller. Mit dabei ist auch Konrektor Bernd Niethammer, der im kommenden Jahr in Pension gehen wird. Müllers Lob für seinen scheidenden Stellvertreter, der Generationen von Schülern unterrichtet hatte, war eindeutig: „Bernd Niethammer ist die Realschule Schömberg“.
Durch die Auflösung der Schulbezirke werde die Realschule über kurz oder lang in eine Konkurrenzsituation kommen. Man wolle in Zukunft „marktfähig“ bleiben, führte der Rektor aus, und auch weiter das gute Niveau halten. Er wies auf die Standortprobleme hin. „Es gibt wenige Bewerber von außerhalb, die freiwillig in den Zollernalbkreis gehen“, erklärte Ulrich Müller. Deshalb müsse man sich als Schule gut in Szene setzen. „Unsere Arbeit ist eine gute Arbeit“, führte der Schulleiter weiter aus und verwies auf die guten Notendurchschnitte der Abschlussklassen. „Wir sind eine gut funktionierende Schule“, sagte er.
Trotz der guten Positionierung der Schömberger Schule formulierte er Wünsche an den Schulträger. Die Musikanlage sei so alt wie die Schule und hat mehr als 40 Jahre auf dem Buckel. Bei der Schülerbefreiung am vergangenen Schmotzigen „hat sich euer Narrenmarsch einfach grauenhaft angehört“, meinte er schmunzelnd zu den Räten. Die Auslagerung des Musiksaals sei deshalb wichtig, damit das Foyer ausgeweitet werden könne. So könnten sich die Schüler auch bei Regenwetter in der Schule aufhalten. Ein weiterer Wunsch: die energetische und optische Sanierung der Schule sollte fortgesetzt werden. Die Fenster könnten zum Teil nicht mehr richtig geschlossen werden. „Die Schüler sitzen gerade in ihren Jacken in den Klassenzimmern“, führte Müller aus.
