Obernheim erhält Hilfe aus Albstadt

Das Rechnungswesen „Doppik“ kommt

Obernheim, 11.12.2009 von Volker Schweizer

Anzeige
Obernheim will im Jahr 2013 das neue Rechnungswesen „Doppik“ einführen.

Bislang ist dieses neue Haushaltsrecht nur in wenigen Gemeinden verwirklicht – in unserer Region in Stetten am kalten Markt. In ganz Baden-Württemberg soll „Doppik“ ab 2016 verbindlicher Standard bei Gemeinden und Kreisen werden.

Viele Kommunen bauen darauf, dass es eine Fristverlängerung gibt, so Bürgermeister Georg Maier am Dienstagabend im Gemeinderat. Er zeigte sich allerdings überzeugt davon, dass das Land Baden-Württemberg keine Zugeständnisse macht.

Um für die Umstellung frühzeitig gerüstet zu sein, holt sich Obernheim Hilfe aus Albstadt. Maier gab unumwunden zu: „Die Gemeinde wäre damit überfordert. Wir brauchen die Unterstützung von erfahrenden Fachleuten.“ Bereits hinter verschlossenen Türen hatte der Gemeinderat Ende November beschlossen, mit der technischen Begleitung den großen Nachbarn zu beauftragen. Albstadt stellt dafür zwischen 5700 und 7500 Euro in Rechnung – je nach Zeitaufwand.

Zunächst muss das komplette Gemeindevermögen bewertet, erfasst und dann in der Anlagenbuchhaltung umgesetzt werden. Die Umstellung auf die neuen Programme mit einer neuen Gliederung des Haushaltes ist noch zeitintensiver.

Da es momentan in der Kämmerei einen personellen Engpass gibt, wurde darüber hinaus beschlossen, ab dem Jahr 2010 das Rechenzentrum Reutlingen-Ulm das Buchungsgeschäft erledigen zu lassen. Belege werden erfasst, täglich die Kontoauszüge mit Kassenabschluss verarbeitet und Mahnläufe nach Einzelaufträgen der Gemeindekasse angefordert. Es handle sich hierbei aber um keine Dauerlösung, sondern um eine Überbrückungszeit, betonte Bürgermeister Georg Maier. Und Kassenverwalter Hans-Peter Wittmer ergänzte: „Als Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft müssen wir mit Meßstetten reden.“

Darüber, dass das Haushaltskassenrecht in die Heubergstadt ausgelagert werden könnte, wurde bereits gesprochen. Eine Entscheidung steht noch aus. Denn die Gemeinderäte brachten in der November-Sitzung die Variante ins Spiel, den Arbeitsplatz des Kämmerers in Obernheim zu erhalten.

Anzeige
Anzeige

PROBE LESEN

Der ZAK bei Facebook