Halle weicht Neubau
Langwierige Bauhof-Geschichte steht vor dem Abschluss
Obernheim, 20.11.2009 von Volker Schweizer
Die alte Holzhalle wird abgebrochen und durch einen geräumigen Neubau ersetzt. Auf rund 156 000 Euro belaufen sich die Gesamtkosten. Im Haushalt 2009 ist diese Summe berücksichtigt.
Bevor die Entscheidung gefallen war, wurde aber nochmals eifrig diskutiert. Viola Allseits-Oehrle zum Beispiel stellte das Vorhaben in Frage und erkundigte sich nach den Kosten für einen komplett neuen Bauhof an einem anderen Standort. Planer Gustav Mauthe winkte sofort ab: „Das ist wirtschaftlich nicht gegenzurechnen in der heutigen Zeit.“ Auch Wolfgang Moser tat sich schwer, in das jetzige Gebäude Geld hineinzustecken.
Die jetzige Halle hat Bürgermeister Georg Maier bei einem vor kurzem stattgefundenen Vor-Ort-Termin als Winterloch tituliert und den Gemeinderat zum Handeln aufgefordert. Denn die Schäden sind gravierend. Nicht nur das Gebälk leidet, sogar die Fahrzeuge haben schon Rost angesetzt.
Jürgen Moser monierte, dass nicht alle Zahlen auf dem Tisch lagen. So fehlte die Auflistung der Kosten für die Betonfundamente und die Entsorgung der Asbestplatten.
„Es ist kein schöner Anblick“, begründete Reinhold Moser seinen Antrag, den Giebel an der bestehenden Lagerhalle mit einem Tor zu schließen. Jürgen Moser gab ihm Recht und scherzte über die 20 Kisten Split, die dort lagern. Bürgermeister Georg Maier wies daraufhin, dass der „alte“ Gemeinderat sich aus Kostengründen gegen den Einbau eines Tores ausgesprochen habe. Nun wurde aber beschlossen, die Kosten zu ermitteln.
Schnell gingen die einzelnen Vergaben über die Bühne. Den Auftrag für den Neubau erhielt die Obernheimer Zimmerei Moser für 86 007 Euro. Für 14 146 Euro erledigt die Firma Moser den Außenputz, die Fenster und Außentüren baut Eppler-Fenster aus Meßstetten für 5537 Euro ein. Um die energetische Dachsanierung des bestehenden Betriebsgebäudes kümmert sich für 17 058 Euro die Zimmerei Bruno Moser. Ein Unternehmen aus Dauchingen liefert für 9221 Euro zwei große Hallentore.
Außerdem wurde mit Gustav Mauthe ein Ingenieurvertrag abgeschlossen.
