Warme Haut der Schule
Gestern im Ausschuss: Putz- und Stuckarbeiten vergeben
Albstadt-Tailfingen, 18.11.2009 von Holger Much
In der Lutherschule soll das Heizen billiger werden. Die alten kaputten Holzfenster wurden gegen neue ausgetauscht, der Dachboden sowie die gesamte Außenfassade werden gedämmt. Messungen ergaben einen Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) von 1, 64 W/m²K (Watt pro Quadratmeter Kelvin). Laut Vorgaben der Wärmeschutzverordnung sollte dieser Wert jedoch nur 0, 25 W/m²K betragen.
Zwölf Zentimeter starke Polystyroporplatten, in die das 1911 eingeweihte Gebäude gebettet wird, sollen diesen Wärmedämmwert erreichen und somit die zweite, warme Haut der Lutherschule vervollständigen. Zusätzliche „Brandriegel“ aus Mineralplatten, umlaufend über jedem zweiten Geschoss, sollen zusätzlich für Brandsicherheit sorgen.
Da durch diese Dämm-Maßnahmen die jetzige Fassade mit ihren zurückhaltenden, doch charakteristischen Stuckprofilen verdeckt wird, werden diese nachgebildet und der neuen, wärmegedämmten Fassade wieder aufgesetzt. Die Arbeiten sollen zwischen Dezember und März 2010 erfolgen. Insgesamt werden sich die Maßnahmen – Gerüst, Fenster, Wärmeschutz und restlichen Gewerke wie Maler, Jalousien oder Elektroarbeiten – auf etwa 731 000 Euro belaufen.
Der Zuschuss vom Land beträgt 70 Prozent. Die Putz- und Stuckarbeiten in Zusammenhang mit dem Vollwärmeschutz wurden gestern im Technischen- und Umweltausschuss einstimmig zum Angebotspreis von 375 796 Euro an die Ebinger Firma Rupert Linder vergeben. 139 000 Euro davon werden in diesem, der Rest im kommenden Jahr kassenwirksam.
Im Jahr 2011 feiert die Schule dann mit sanierter, neuer Fassade ihr großes Jubiläum zum 100-jährigen Bestehen.
