St. Franziskus hat wieder einen Hirten
Investitur: Anton Bock tritt Nachfolge Richard Leiters an und wird auch in St. Maria Dienst tun
Albstadt-Tailfingen, 07.10.2009 von gelöscht
„Nun jauchzt dem Herren alle Welt, kommt her, zu seinem Dienst euch stellt, kommt mit Frohlocken, säumet nicht, kommt vor sein heilig Angesicht.“ Der Inhalt dieses Eingangsliedes hätte passender nicht sein können für die Investitur von Dekan Anton Bock. Er tritt die Nachfolge von Pfarrer Richard Leiter an.
So wurde der Sonntag zum Festtag, zu einem besonderen Tag in der katholischen St. Franziskusgemeinde Tailfingen auf Langenwand. Zumal zugleich der 40. Geburtstag der St. Franziskuskirche im Rahmen des Kirchenpatroziniums gefeiert werden konnte. Der Gottesdienst wurde höchst eindrucksvoll mitgeprägt durch die Krönungsmesse von Mozart und das „Große Halleluja“ von Händel.
Domkapitular Dr. Uwe Scharfenecker aus Rottenburg bezeichnete die Investitur von Anton Bock vor einem vollen Gotteshaus verschiedener Konfessionen und Vertretern des öffentlichen Lebens als Gegenwart in der Diözese.
An einem solchen Tag gelte es zu beten, dass sich mehr junge Menschen für den Dienst als Pfarrers entscheiden mögen. Bock bat darum, dass er Gottes Kraft auf diesem Weg bekommen möge, gab sein Investiturversprechen vor den Gemeinden St. Franziskus und St. Maria ab.
Er versprach eine gute Zusammenarbeit, die vorhandenen Einrichtungen gut zu verwalten, die Präsenzpflicht in der Gemeinde zu beachten. Die Investitur solle ein Zeichen sein, „dass ich ein Seelsorger im Talgang sein möchte, so wie es Gott will“.
Er bat um das Gebet für ein gutes Miteinander. „Wir tun was in unseren Kräften steht aber wir brauchen die Hilfe unseres Herrn“. Domkapitular Dr. Uwe Scharfenecker beschäftigte sich mit der Frage, worum es in der Kirche gehe. Er habe den Eindruck, dass Gott vielfach nur noch eine Rolle am Rande spiele, weil andere Dinge wie beispielsweise Kirchensteuer oder auch Austrittszahlen zu sehr im Mittelpunkt stünden.
Er erinnerte am Gedenktag des Patrons, des Heiligen Franz von Assisi, an dessen Wirken. Er sei anders gewesen, habe sich Gott aufgetan. „Lassen wir uns einladen von seinem Glauben und Platz machen in unseren Herzen und Gemeinden für den, der das Heil will“.
