Konstanz, 13.08.2009

Eine Oasis, in der auch Schweden richtig rocken

In Konstanz steigt am 29. August das Festival "Rock am See"

WOBL-ECKE: Eine Oasis, in der auch Schweden richtig rocken
Vorsicht, die Schweden kommen ­ und zwar am 29. August an den Bodensee. Denn beim "Rock am See" sind gleich vier Schwedenhappen zu hören. Über denen aber steht eine Legende der jüngeren Rockgeschichte: Oasis.

Zum Nachtisch noch ein Sahnestück ­ so könnte man das diesjährige Programm des Konstanzer Festivals "Rock am See" am 29. August bezeichnen. Denn mit Oasis haben die Veranstalter eine der absoluten Größen des Pop-Geschäfts verpflichtet. Mit ihrem aktuellen Album "Dig out your Soul" hat sich die Band um die Gallagher-Brüder nach einer kreativen Tiefphase wieder eindrucksvoll zurückgemeldet.

Vorbei die Zeiten, in denen die Bandleader Noel und Liam vorwiegend durch Skandalmeldungen auf sich aufmerksam gemacht haben, die Herren scheinen reifer geworden zu sein. Fachkreise jedenfalls bestätigten der Band, das bislang anspruchvollste und abwechslungsreichste Werk vorgelegt zu haben.

Wenn Oasis nach Konstanz kommen, werden sie ihre 16-monatige Welttournee beenden. Und sie haben schließlich einen Ruf zu verteidigen ­ in musikalischer Hinsicht. Ihr zweites Album "(What¹s the story) Morning Glory?" steht in der ewigen Albumbestenliste auf Platz drei hinter Queens "Greatest Hits" und "Sgt. Pepper's" von den Beatles.

An einem Ruf von Weltrang arbeiten ziemlich zielstrebig auch Mando Diao ­ und ihre Klappe ist auch nicht gerade klein. Anfang 2004 erschien "Bring 'Em In", ihr furioses Debüt. Und danach ging es Schlag auf Schlag. Jedes Jahr ein neues Album und unzählige Konzerte in kontinuierlich größer werdendem Rahmen. Die Alben "Hurricane Bar" und "Ode To Ochrasy" erreichten in Deutschland mühelos Gold-Status, und mit ihrem bislang letzten Album, "Never Seen The Light Of Day", wo sie unter anderem mit skandinavischer Folk-Musik experimentierten, verblüfften Mando Diao Fans und Kritiker gleichermaßen.

Heute gehören Mando Diao zu den ganz Großen, das dürfte unbestritten sein. Sowohl mit ihrer Hitsingle "Dance With Somebody" als auch mit dem Album "Give Me Fire" haben die Schwedenrocker Platz 1 der deutschen Albumcharts erobert. Und dass Mando Diao eine mitreißende Bühnenperformance abliefern, das haben sie bereits vor drei Jahren bewiesen.

Sehr stilsicher, auch in Fragen der Kleidung, zeigen sich die nächsten Schweden, The Hives. Maßgeschneiderte blütenweiße Jacketts, schwarze Hemden und weiße Lackgamaschen gehören zu den Markenzeichen der Band, die seit 2007 mit ihrem Album "Black & White" durch die Lande tourte und erst jüngst in Japan die ausgedehnte Welttournee beendet hat. Das Hive¹sche Erfolgsrezept: Die Skandinavier kredenzen rotzigen Garagepunk mit feinem Sixties-Einschlag und hohem Unterhaltungswert. Sie knüpfen an musikalische Roots an und machen dort weiter, wo Iggy Pop aufgehört hat.

Kasabian aus dem englischen Leicester dagegen verbinden heftig lärmendem Britrock mit dem Besten, was die große Spielwiese der elektronischen Musik zu bieten hat. Von Elektropunk-Riffs, Morricone-artigen Arrangements, Mariachi-Einlagen und Psychopop-Melodien ­ Kasabian schreiten auf neuen Wegen. Ihr melodiöser Sound hat auch in der Filmbranche Aufmerksamkeit erweckt. Ihre kleinen Musikkunstwerke perfektionieren Blockbuster wie "The Guardian" mit Kevin Costner und Ashton Kutcher sowie einige Videospiele, darunter "Gran Turismo 4".

Schweden, die Dritte: The Sounds, aus dem beschaulichen Helsingborg verfolgen auf ihrem zweiten Album, "Dying To Say This To You", noch stärker ihren Ansatz, Punk-Attitüde mit Pop-Know-How zu verknüpfen.

Dass Sugarplum Fairy eine Filiale von Mando Diao sind, wollen wir hier heftigst verneinen, obwohl mit Carl und Victor die beiden kleinen Brüder von Mando-Diao-Frontmann Gustav Norén mitmischen. Nicht zuletzt wegen ihrer souveränen und hochgradig unterhaltsamen Live-Performance gehören Sugarplum Fairy zu den frischen, hungrigen Bands der Zukunft, denen ein großer Durchbruch vorherbestimmt erscheint.

Und schließlich sind noch die Indierocker von den Kilians zu Gast. Sie waren schon im Vorprogramm von den Babyshambles, Wir Sind Helden oder den Beatsteaks zu sehen. Eine zeitlang konnte man in Nordrhein-Westfalen kaum das Radio einschalten, ohne "When Will I Ever Get Home" zu hören. Und: Sie wurden 2007 für die "Eins Live Krone" als bester Newcomer nominiert.

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