Für eine Energiesparprämie

Zimmerer-Innung Zollern-Alb verabschiedet Paul Schule

Messstetten, 05.05.2009 von Mirjam Seeburger

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Mit einem neuen Obermeister an ihrer Spitze geht die Zimmerer-Innung Zollern-Alb in die Zukunft.

Bei der Hauptversammlung in Meßstetten stellte sich der bisherige Obermeister Paul Schlude nach 15 Jahren für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung. Sein Nachfolger ist Andreas Sauter, der als stellvertretender Obermeister bereits in den vergangenen Jahren für die Geschicke der Innung mitverantwortlich war. Als Stellvertreter steht ihm wie bisher Herbert Wallisch zur Seite. Neu im Innungsvorstand ist Ingo Sieber. Zudem wurde der scheidende Obermeister Paul Schlude von seinen Handwerkskollegen zum Ehrenobermeister der Zimmerer-Innung ernannt.

Andreas Sauter dankte seinem Vorgänger für die eindrucksvolle Art und Weise, mit der er sich während seiner Jahre als Obermeister und im Innungsvorstand für die Belange des Zimmererhandwerks eingesetzt habe. Schlude hinterlasse eine gut aufgestellte Innung, in der effektiv und erfolgreich gearbeitet werden könne. Dank seiner Arbeit sei man für die Zukunft gerüstet und könne die Arbeit innerhalb der Innung weiter ausbauen, betonte Sauter.

Gemeinsam mit Paul Schlude scheidet in diesem Jahr ein weiteres Urgestein aus der aktiven Innungsarbeit aus, denn nach 20 Jahren als Vorsitzender des Gesellenprüfungsausschusses gibt auch Waldemar Sieber seine Aufgaben in jüngere Hände ab. Auch er erhielt als Dank und Anerkennung für seine Verdienste um die Innung eine Auszeichnung.

Das Holzbaugewerbe dürfte nach Ansicht von Paul Schlude weit weniger von der Finanzkrise betroffen sein als viele andere Branchen. Zwar sei Holz ein altbewährter, aber kein veralteter Baustoff und habe vor allem bezüglich Einsparpotenzialen im Energiebereich große Vorteile zu bieten, legte der scheidende Obermeister seinen Kollegen die Lage ihres Handwerks dar. Man müsse privaten Bauherren jedoch Anreize geben, die es ihnen ermöglichen, wieder in die eigene Immobilie zu investieren. Eine Energiesparprämie sei seiner Ansicht nach eine Möglichkeit, über die es sich lohne nachzudenken, erklärte Paul Schlude und betonte gleichzeitig, dass man Wege finden müsse, um die Zukunftsfähigkeit der Holzbranche zu sichern. Zwar biete die Krise für Spezialisten, die besondere Qualität und außergewöhnliche Leistungen anbieten durchaus eine Chance, dennoch gelte es auch die Politik für den Holzbau zu sensibilisieren und den Kontakt zu den Kunden zu verbessern. So sei gerade der Zimmerer Klimaschützer Nummer eins und Bauen mit Holzprodukten sei angewandter Umweltschutz, da es in idealer Weise den Kriterien der Nachhaltigkeit entspreche. Paul Schlude forderte, dass die Holzwirtschaft künftig nicht nur für Natur und Tradition stehen dürfe, sondern im Bewusstsein der Menschen auch mit Spitzentechnologie in Verbindung gebracht werden müsse.

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