Tanz bis in die Morgenstunden
Hästräger, Gardemädchen, Männerballett und zahlreiche Gäste legen heiße Sohlen aufs Parkett
Albstadt-Ebingen, 23.02.2009 von Torsten Pohling
Was wäre ein Plan, wenn man ihn nicht über den Haufen werfen könnte? Und so begannen ganz ungeplant die Tailfinger Schmiechaspatzen mit ihrem Gardetanz. Erst dann marschierte eine Abordnung der Narren der Ebinger Zunft zu den Klängen des Original Alt-Ebinger Narrenmarschs ein. Damit die Gäste mitsingen konnten, war der Text auf die Getränkekarten hinten drauf gedruckt. Zunftfürst Matthias Schwarz freute sich, „dass wir schon von Anfang an eine so gut gefüllte Halle haben!“
Der nächste Gardetanz kam von der Tanzgarde des TSV Ebingen, er endete fulminant mit einem Solo von Tanzmariechen Annette Karsten. Die Narrenzunft Epfendorf begann ihren Auftritt mit einer Brauchtumsvorstellung, in der sie ihr Häs vorstellte, um anschließend ihren Narrentanz zu zeigen. Es folgte der Gardetanz des TSV Waldenbuch, „da wo die Schokolade her kommt“. Die Halle das erste Mal so richtig zum Beben brachten die Goischter Weisau. Obwohl mit nur zehn Musikern auf der Bühne, sorgten sie für einen eindrucksvollen Sound in der Halle. Und nicht nur aus ihren Tönen, sondern auch aus ihren Worten konnte man die Freude vernehmen: „Es ist ja gigantisch bei euch, wir haben jede Menge Spaß dabei.“ Auch die Kübele-Hannes waren mit ihrem Showtanz gern gekommen und die Rottenburger Schelmenteufel jagten in ihrem Teufelstanz ein – vermutlich unschuldiges – Opfer.
Nach einer der zahlreich Tanzrunden, bei denen die Tanzfläche Ruckzuck gefüllt war, kamen die Schmiechataler gleich doppelt zum Auftritt: Zuerst gab es mit den Albstadtfunken und ihrem kannibalistischen Showtanz etwas fürs Auge. Für die Ohren waren dann die Schmiechafetzer zuständig. Sie schafften es, dass die begeisterten Gäste selbst dann noch weiter sangen, als die Musik schon lange aufgehört hatte. Einen schönen Showeffekt zeigten die Tänzerinnen und Tänzer der Narrenzunft Hailix Blechle aus Starzeln im Schwarzlicht mit weißen Socken und Handschuhen. Fast zum festen Stamm gehören inzwischen die Balingo-Guggis und natürlich durfte auch der Showtanz der Schalksburghexen nicht fehlen.
Fast zum Abschluss kamen die fünf plus ein Tanzbären von Alt-Ebinga mit ihrem Männershowtanz auf die Bühne. Selbst hier greift inzwischen die Emanzipation, denn die reine Männertanzrunde wurde – krankheitshalber durch ein weibliches Wesen ergänzt. Das Finale posaunten und trommelten die Schweizer Schara-Tapa in die Halle und bis in die frühen Morgenstunden wurde bei bester Laune getanzt und gefeiert. Mit von der Partie waren auch die Gewinner, die bei der Verlosung des ZOLLERN-ALB-KURIER Freikarten für den Ball gewonnen hatten.
