Jazz vom Feinsten für einen guten Zweck: Benefizkonzert im Schloss für den Club Handicap. Foto: bro
Jazz vom Feinsten für einen guten Zweck: Benefizkonzert im Schloss für den Club Handicap. Foto: bro

Albstadt-Lautlingen, 09.02.2009

Reise durch die Jazz-Geschichte

Benefizkonzert mit „Südlich von Stuttgart“ für den Club Handicap

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„Das war richtig schön,“ schwärmt eine Besucherin im Lautlinger Schloss. „Südlich von Stuttgart“ gab eigens für den Club Handicap ein Konzert vom Feinsten.

Jazz stand dieses Mal auf dem Programm. Doch bevor die Musiker loslegten, war es an Michael Ströbel, Vorsitzender des Club Handicap, die in Scharen gekommenen Zuhörer zu begrüßen. „Wir finden das großartig, was die Damen und Herren seit vielen Jahren leisten“, ergriff Christian Baumgärtner, Kopf von „Südlich von Stuttgart“, das Wort. Er lobte den Verein, der es sich zum Ziel gesetzt hat, Menschen mit geistiger Behinderung Freizeitaktivitäten auch außerhalb von Schule, Arbeitsplatz und Wohnheim zu bieten. Und der die Gemeinsamkeiten, nämlich was alle interessiert, Spaß macht und verbindet, in den Mittelpunkt stellt.

Dann ging es los mit dem Jazz-Genuss. Christian Baumgärtner nahm am Schlagzeug Platz, Klaus Wagenleiter am Piano, Ralf Gugel griff zur Gitarre und Paul Müller zum Bass. Im ersten Stück bewies jeder mit einem Solo, das natürlich begeistert beklatscht wurde, dass er sich nicht ohne Grund zu den Besten südlich der Landeshauptstadt zählen darf. Dann betrat die Frau in Rot die Bühne und verzauberte von der ersten Sekunde an ihr Publikum: Lilly Thornton, die aus der Schweiz auf die Alb gereist war.

Zwar hatten die meisten Gäste im Saal des Stauffenberg-Schlosses einen Sitzplatz, doch die Füße wippten mit und man wiegte sich im Takt zu dem musikalischen und optischen Augenschmaus, den die Musiker auf der Bühne boten. Keiner wollte das Publikum im Alleingang begeistern. Ob Blues, Swing, Bossa Nova oder Samba – jeder hatte in den Stücken seinen großen Auftritte mit jeweils einem Solopart.

Lilly Thornton verstand es, das Publikum zu verzaubern und es mitzunehmen auf eine Reise durch die Geschichte des Jazz. Doch sie testete auch die Jazz-Kenntnisse ihrer Zuhörer und traute ihnen dabei vielleicht ein bisschen zu viel zu. Denn ein Stück am ersten Basston zu erkennen, ist nicht ganz so einfach. Doch nach den ersten Tönen war klar, um welches Stück es sich handelte: „My Baby just cares for me“ von Nina Simon. Zu hören waren aber auch viele, Jazz-Laien eher unbekannte Stücke, was den Hörgenuss jedoch keineswegs schmälerte. Und so mancher kam bei den schönen Melodien einfach ins Träumen. Als Zugabe wurde Ray Charles gehuldigt mit seinem grandiosen Lied über „Georgia“.

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