Fasnet wie damals

Obernheimer Narren: 70. Geburtstag in historischen Häsern

Obernheim, 02.02.2009

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Selten wurde in Obernheim ein 70. Geburtstag ausgelassener gefeiert: Die Hexenzunft hatte am Samstagabend zum „Jubiläumsabend“ in die Festhalle geladen. Zahlreiche Gastzünfte kamen als Gratulanten.

Zur Einstimmung fand vorab ein Zunftmeisterempfang im Obernheimer Rathaus statt. Hierbei übergab Zunftmeister René Schatz dem Narrenschopf Bad Dürrheim einen Scheck in Höhe von über 1100 Euro, den der Vorsitzende des Narrenschopfes, Hans-Jörg Kaufmann, entgegen nahm.

In der Festhalle herrschte anschließend ausgelassene Stimmung. Als Moderator führte Alex Moser gewohnt locker und humorvoll durch den Abend. „Wir wollen über alles reden, was 70 Jahre Fasnet in Obernheim ausmacht“, gab er dem närrischen Publikum bekannt. Denn die Obernheimer hatten die Fasnet von damals wieder belebt. So gab es ein Wiedersehen mit alten Fasnetfiguren wie dem Prinzenpaar, einem Hochzeitspaar und vielen mehr. „Wir wollten in unserem Jubiläumsjahr die Unholda begnadigen“, verkündete Alex Moser weiter. „Die Wehinger wollten sie aber nicht aufnehmen, solange sie nicht rechtmäßig verurteilt ist.“

Grußworte gab es vom Obernheimer Bürgermeister Georg Maier, vom Präsidenten der Vereinigung Schwäbisch Alemannischer Narrenzünfte, Roland Wehrle, sowie vom Landschaftsvertreter Neckar-Alb, Peter Stiegler. Georg Maier überreichte der Hexenzunft die Kopie einer Urkunde aus dem Jahr 1833, die belegt, dass bereits zu dieser Zeit Fasnet in Obernheim gefeiert wurde.

Den historischen Hexentanz führten die Ehemaligen auf, die zum Teil in recht alten Hexenhäsern auftraten. Das Obernheimer Hofballett demonstrierte sein Können mit dem Radetzky-Marsch, die Lumpenkapelle Obernheim sorgte für Stimmung im Saal. Die restlos gefüllte Festhalle brodelte, die Stimmung schien nahezu überzukochen. Dem Ganzen setzten die Lumpenkapelle Hechingen, der Fanfarenzug Wehingen sowie der Fanfarenzug Hirrlingen noch die Krone auf. Des Weiteren führte die Butzenzunft Hirrlingen ihren Butzen- sowie den Hexentanz auf.

„Die Nacht ist unser Verbündeter“, rief Alex Moser dem bestens gelaunten Publikum zum Schluss des größtenteils improvisierten Programms zu. Spontan schlossen sich die Obernheimer und Hechinger Musiker zu einer großen Lumpenkapelle zusammen und bildeten somit den Auftakt zu einer langen Jubiläumsnacht.

Die Obernheimer Fasnet findet am kommenden Samstag, 7. Februar, ihre Fortsetzung mit der Behindertenfasnet in der Festhalle. Der erste Zunftabend findet dann am Samstag, 14. Februar, ebenfalls in der Festhalle statt.

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