Zeitreise beim 7. Classic Cars Meeting
Mit blitzendem Chrom, dröhnenden Motoren und viel Rock 'n' Roll ins Amerika der 50er und 60er Jahre
Balingen, 08.09.2008 von Zora Bombach
Nicht nur einmal meinte man gestern rund um den Südbahnhof, James Dean oder gar Elvis Presley zu erblicken. Denn die Fans der Szene hatten sich herausgeputzt: Damen in gepunkteten Rock 'n' Roll-Kleidern, junge Männer mit zurückgegeelten Haaren und natürlich überall blitzende und funkelnde, chromverzierte Ami-Schlitten. Veranstalter Jens Wilde hatte schon im Vorfeld betont, wie wichtig gutes Wetter für das Meeting sei. Deshalb war er vormittags auch noch nicht sicher gewesen, ob bei einem wolkenverhangenen Himmel überhaupt Besucher auf seine Veranstaltung kommen würden. Doch Petrus sei dank: Nicht nur die Besucher, auch immer mehr Oldtimer und zahlreiche Hobbyfotografen trudelten mit den warmen Sonnenstrahlen ein.
„Mit so klasse Wetter ist das Meeting mittlerweile ein Selbstläufer“, erklärte Wilde am Nachmittag - sichtlich zufrieden mit dem schönen Ambiente. An die 100 Oldtimer hatten sich bis dahin eingefunden. Und wie die Besucher wurden auch sie immer mehr.
Für den Tag rechnete Wilde mit etwa 750 Besuchern. Einige von ihnen waren gekommen um zu fachsimpeln, wie zum Beispiel Waldemar Gerd, 32, aus Balingen und Michael Kirschenmann, 39, aus Dornstetten: „Hier trifft man Kollegen, kann Fachgespräche führen und außerdem Kontakte knüpfen für seltene Ersatzteile.“ Für beide ist das Meeting etwas Besonderes. So auch für Sascha Seeburger, 25, aus Balingen, dem vor allem die schön hergerichteten Autos gefielen. „Unser persönliches Highlight ist der HotRod - so etwas sieht man in Balingen nicht allzu oft“ schwärmten auch Thomas Maier, 27, und Robert Donay, 21, aus Frommern. Sie fanden außerdem, dass „einfach alles zusammen passte“. Denn für die geeignete musikalische Untermalung sorgten die „Fenders 55“, eine vierköpfige Band mit Schwerpunkt Rock 'n' Roll und Country, sowie die dreiköpfige Band „Pin Stripes“, die die Besucher mit ihrem schwungvollen Rockabilly mitrissen.
Unter den etwa 100 Oldtimern war für jeden Geschmack etwas dabei. Zahlreiche Chevys waren zu bestaunen, einige liebevoll restaurierte Buicks, der eine oder andere Mercedes und BMW. Zu bewundern gab es sogar ein paar auf Hochglanz polierte Harleys, Lambrettas und zwei italienische Vespas. Wildes Liebling: Ein 1960er Oldsmobile Sportcoupé - „davon gibt es nicht mehr viele“. Für die Verpflegung war natürlich auch bestens gesorgt. So ergaben die Chevys, Buicks und Vespas gemeinsam mit der bunt gemischten Besuchermenge und dem authentischen Rock 'n' Roll-Sound eine äußerst gelungene Zeitreise ins Amerika der 50er und 60er Jahre.
