Begeistert von Afrika
Isabel Scherer aus Dotternhausen arbeitete fünf Monate in Namibia
Dotternhausen, 04.06.2008
„Ich wollte auf jeden Fall ins Ausland“, sagt die 20-jährige Isabel Scherer aus Dotternhausen. Dieses Ziel konnte sie durch ein Engagement in einem Waisenhaus in Namibia verwirklichen. „Sofort begeistert“ war Isabel Scherer, als die Tochter eines Bekannten ihres Vaters ihr lebhaft von dem Waisenhaus erzählte. Sie setzte sich mit der Einrichtung in Namibia, in dem die Tochter des Bekannten zuvor gearbeitet hatte, in Verbindung und vereinbarte dort ein Engagement als „Volontärin“.
Im Waisenhaus betreute Isabel Scherer zusammen mit anderen Volontären die drei bis 17 Jahre alten Kinder. Die Erziehungsmethoden seien dort schon „robuster“ wie in Deutschland, meint sie lachend. Auch waren die Kinder ihrer Meinung nach „recht verwöhnt“. Lohn bezog sie nicht für ihre Tätigkeit, im Gegenteil: Sie musste Geld dafür bezahlen, um in dem Waisenhaus arbeiten zu können. Ihr Arbeitsplatz war in Rehoboth, einer Kleinstadt mit rund 20 000 Einwohnern. Die Stadt liegt nicht mitten in der Wildnis, „es ging dort schon zivilisiert zu“, erzählt die 20-Jährige.
An den Wochenenden bereiste sie das Land, beispielsweise den Nationalpark im Norden des Landes, den berühmten Fish River Canyon oder die Hauptstadt Windhuk. Die Menschen in Namibia erlebte sie als offen und freundlich. Verständigt hat sie sich mit den Menschen in Afrikaans, der Landessprache, die nicht allzu kompliziert zu erlernen sei, meint Isabel Scherer.
Ende April kehrte sie aus Afrika zurück, nachdem sie fünf Monate in dem Waisenhaus gearbeitet hatte. Auch künftig möchte sie mit fremden Völkern in Kontakt bleiben, sie visiert ein Völkerkunde- und Geografiestudium an.
