"Balingen nur schwer zu besiegen"

Balingen, 25.11.1999 von Ralph Conzelmann

Die TSG trifft ihren "Ex": Balingen in Schönaich - Frank Elser feiert Wiedersehen mit seiner "alten" Mannschaft. Dennoch betont er: "Ein Spiel wie jedes andere."
Bis zur Sommerpause stand der frühere Kickers-Profi auf der Kommandobrücke in der Kreisstadt. Auf eigenen Wunsch hin verließ er die Balinger, wollte eine schöpferische Pause einlegen. Der in Gärtringen wohnende Fußball-Trainer konnte schließlich nicht "Nein" sagen, als er wenige Spieltage nach Saisonstart eine Anfrage des TSG-Liga-Konkurrenten TSV Schönaich erhielt. Am Sonntag (14.30 Uhr) treffen die Schönaicher auf die TSG. Wir sprachen mit dem neuen Schönaicher Coach.
  • Ist die Begegnung am Sonntag etwas Besonderes? Frank Elser: Keineswegs. Ich habe nach wie vor einen guten Draht zu den Balingern, telefoniere fast regelmäßig mit einigen Funktionären, treffe auch den einen oder anderen Spieler. Außerdem freue ich mich über jeden TSG-Erfolg - nur eben am Sonntag nicht.
  • Werden Sie eine besondere Taktik wählen? Unbestritten ist, dass ich viele Balinger Spieler sehr genau kenne, meine eigene Mannschaft also auf deren Stärken und Schwächen hinweisen kann. Grundsätzlich gilt aber: Wir haben vier Spiele in Folge verloren, brauchen nun unbedingt drei Punkte. Und so schlecht, wie es die Tabelle suggeriert, sind wir nicht.
  • Wie lautet das Schönaicher Saisonziel? Wir wollen unter den ersten sechs Mannschaften landen. Der Kader ist stark genug, um dieses Ziel zu realisieren. Spätestens nach der Winterpause werden wir richtig Gas geben. Noch fehlt's etwas an Kondition und Konzentration.
  • Wie beurteilen Sie das bisherige Abschneiden der TSG Balingen? Da das Gerippe der Mannschaft zusammenblieb, starke Neuzugänge verpflichtet werden konnten und ein großer Kader zur Verfügung steht, war es klar, dass die Balinger vorne mitspielen. Diese Mannschaft ist nur schwer zu besiegen.
  • Ist die Austragung des Spieles am Sonntag gefährdet? Ein wenig schon, denn gestern hatten wir noch gut 20 Zentimeter auf dem Platz. Doch wir wollen alles tun, um den Anpfiff zu ermöglichen, denn die Spieler sind heiß. Allerdings haben wir das Problem, dass nur zwei Rasen- und keine Allwetterplätze zur Auswahl stehen. Ich bin aber zuversichtlich, dass die Begegnung stattfinden kann - zumal ich mich wirklich sehr darauf freue, alte Bekannte wieder zu sehen.
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