Vor 15 Jahren eine "gesichtloss Stadt" - Jetzt die Schönste im Land
Hochbauamtschef Ernst Steidle präsentiert stolz "sein Balingen"
Balingen, 20.10.1999 von Karl-Otto Müller
Wohlwollendes Nicken, Zustimmung und Schulterklopfen: Balingen sei schön geworden, waren gestern die Mitglieder des Tübinger Presseclubs, begleitet von der Regierungspräsidium-Spitze voll des Lobes ob der gelungenen Balinger Stadtsanierung.
Aus einer eher "gesichtslosen Stadt", wie er Balingen vor 15 Jahren angetroffen habe, sagte Stadtplaner Ernst Steidle, sei heute sicherlich "einer der schönsten Plätzen im ganzen Land geworden". In einem kurzen Referat führte Steidle seine Gäste durch die Geschichte der Stadt bis zu den jüngsten Sanierungsmaßnahmen - im kurzen Stadtrundgang zeigte er nicht ohne Stolz das gelungene und "heute selbst Skeptiker überzeugende" Werk. Vom Marktplatz über die Friedrichstraße zum Zollernschloß, ein Abstecher zur Baustelle "Klein- Venedigs", zum Großprojekt "Graben", durch den "Zwinger" und über die Eyach-Baustelle zurück zur Stadthalle.
Denn selbstredend sollte auch die Liebe zu Balingen durch den Magen gehen, dafür sorgte Roland Gruber im Stadthallen-Restaurant "Hirschgulden".
Regierungspräsident Hubert Wicker - nicht nur angetan von den kleine, aber feinen Details in der neuen Fußgängerzone (Bild) - sprach der Stadt ein Kompliment aus für diesen "vorbildhaften Prozeß". Gelungen sei, was hier geschaffen wurde, das bestätigten, so Wicker, die zahlreichen "neidvollen Blicke von anderen Städten nach Balingen". Für die Stadt selbst dürfte sich dieser Besuch bald aufs neue werbewirksam lohnen, "Balingen ist heute sicherlich mal ein Stadtporträt wert". Wenn diese dann noch mit dem nächstjährigen Kultursommer um Picasso und Opern-Open-Air zusammenfallen . . .
