Neuer Seelsorger ein "Geschenk des Himmels"
Schömberger Palmbühl hat wieder einen geistlichen Leiter
Schömberg, 06.02.2007 von
Mit Beginn der Wallfahrts-Saison im Mai wird Pfarrer Josef Schäfer das Schömberger Wallfahrts-Zentrum "Palmbühl" betreuen. Er wird damit direkter Nachfolger des Franziskaner-Paters Kunibert, der nach rund 30jähriger Seelsorge auf dem "Palmbühl" im vergangenen Oktober mit 70 Jahren in den priesterlichen Ruhestand getreten ist. Vor einigen Tagen ist der neue geistliche Herr im Pilgerhaus auf dem Palmbühl eingezogen, betreut und umsorgt von Schwester Hildegard, seiner bisherigen Haushälterin im oberschwäbischen Altshausen im Landkreis Ravensburg. Bei der Heiligen Messe am vergangenen Sonntag in Schömberg zelebrierte er zusammen mit Stadtpfarrer Dr. Johannes Holdt.Seit 1993 war der aus Ratshausen stammende Geistliche Gemeindepfarrer von Altshausen, Ebenweiler und Fleischwangen. Mehr als 5000 Gläubige zählen die drei Pfarreien zusammen. Dazu kommen die Besonderheiten von Altshausen, dem Sitz des Herzogs von Württemberg, verbunden mit feierlichen Anlässen wie Kindstaufen, Hochzeiten und Jubiläen. Nicht umsonst wurde Pfarrer Josef Schäfer in seinem Sprengel auch der "rasante Pfarrer" genannt, dem kein Weg zu weit, keine Zeit weder zu früh noch zu spät und kein Anlass zu gering war, um sich persönlich im Rahmen der priesterliche Seelsorge einzubringen.
Vor nicht langer Zeit hat Pfarrer Josef Schäfer mit einer Jugendgruppe aus seinen bisherigen Pfarreien eine Wallfahrt zum "Palmbühl" unternommen. Dabei hörte er von den großen Schwierigkeiten, für Pater Kunibert einen Ordensmann als Nachfolger zu finden, und Schömbergs Stadtpfarrer Dr. Johannes Holdt forderte ihn damals kurzerhand auf: "Da kannst ja Du kommen!"
Für Pfarrer Josef Schäfer, der im 70. Lebensjahr steht, eine neue Herausforderung, wie er in einem Gespräch mit dem ZOLLERN-ALB-KURIER ausführte. Für seine wohlüberlegte Entscheidung, im "Vorruhestand" noch auf den "Palmbühl" zu wechseln, habe auch die Nähe zu seinem Heimatort Ratshausen eine Rolle gespielt, fügte Pfarrer Josef Schäfer lächelnd hinzu und sagte dann: "Die Wallfahrts-Seelsorge gibt ganz neue Perspektiven und setzt vor allem an den Wochenenden die zeitlichen Schwerpunkte. Verwaltungs-, Planungs- und Organisation fragen, Sitzungen und nervige Verhandlungen treten hier auf dem Palmbühl in den Hintergrund, so dass die priesterliche Zuwendung an den Menschen einen ganz hohen Stellenwert einnehmen kann."
Natürlich werde er als Priester auch der Seelsorgeeinheit Schömberg bei Bedarf und im Rahmen des Möglichen zu Verfügung stehen. Stadtpfarrer Dr. Johannes Holdt, der den Neuen auf dem "Palmbühl" begrüßte, zeigte sich erleichtert und nannte die Neubesetzung mit Pfarrer Josef Schäfer "ein Geschenk des Himmels". Dabei ließ er durchblicken, wie langwierig und oft aussichtslos die Nachfolge-Suche in den letzten Jahren war, bis dann doch die erlösende Botschaft aus dem Oberschwäbischen kam.
Offiziell eingesetzt auf dem "Palmbühl" wird Pfarrer Josef Schäfer mit Beginn der Wallfahrtssaison im Mai.
