Von der "Oberen Säge" in Bayerns Metropole
Die Gastronomin Sabine Laske verlässt Ende des Jahres das Obere Schlichemtal
Schömberg, 11.01.2007 von Daniel Seeburger
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Noch bis Dezember diesen Jahres leitet Sabine Laske das Landhaus Obere Säge zwischen Schömberg und Ratshausen. Dann zieht es die beliebte Gastwirtin in die bayerische Landeshauptstadt München.
Ein kurzer Rückblick: Mitte 1998 gerät das renommierte Landhaus "Obere Säge" ins Schlingern. Drei Jahre lang dauert es, bis ein Investor das idyllisch gelegene Gasthaus übernimmt, umfassend saniert und umbaut. Am 15. März 2002 übernimmt dann Sabine Laske den gastronomischen Betrieb - unter denkbar schlechten Voraussetzungen.Doch Sabine Laske kann anpacken, hat ein gerüttelt Maß an gastronomischer Erfahrung und kann sich auf ihre Hausbank verlassen. 19 Jahre lang arbeitet sie in der Brücke in Endingen mit, zwei Jahre lang führt sie das "Mömpel" in Rosenfeld. Sabine Laske macht die "Obere Säge" wieder zu einem gastronomischen Aushängeschild des Oberen Schlichemtals, zu einem Haus mit gehobener Gastronomie und vorbildlicher Gastlichkeit und einem Service, den auch Prominente gern in Anspruch nehmen. Der frühere deutsche Fußball-Nationalspieler Gerd Müller beispielsweise bedankt sich mit einem Autogramm bei Sabine Laske. Im Mai vergangenen Jahres gastiert sogar das Schweizer Handball-Nationalteam in der "Oberen Säge". Vermittelt hat dieser Aufenthalt der HBW Balingen-Weilstetten. Die heimischen Bundesliga-Handballer treffen sich in Kürze zum Trainingslager in der "Oberen Säge".
Noch bis Dezember diesen Jahres wird Sabine Laske die "Obere Säge" leiten. Dann will die geborene Esslingerin, die schon seit 25 Jahren im Zollernalbkreis präsent ist, nach München umziehen. "Ich habe mein Herz in Bayern", sagt sie und verweist auf ihre Lehrzeit, die sie in Oberstdorf absolviert hat. "Ich bin bereit für eine Veränderung", erklärt Sabine Laske. Sie hält sich aber noch bedeckt über ihre zukünftige Tätigkeit. "Ich lasse momentan noch alles offen", erklärt sie. Sicher sei einzig, dass sie aus der "Rund-um-die-Uhr-Gastronomie" aussteigen will.
Sabine Laske hinterlässt ihren potentiellen Nachfolgern ein gut geführtes Haus. Zahlreiche Stammgäste aus den Kreisen Tuttlingen, Rottweil, Tübingen und Villingen-Schwenningen finden den Weg ins Schlichemtal. Dazu kommt die "Altkundschaft" aus Balingen, die ihr schon bei der Übernahme des Landhauses den Rücken gestärkt hat. Und natürlich die Gäste aus der nahen Umgebung. "Ich bin im Schlichemtal mit offenen Armen aufgenommen worden", sagt sie. Neben zahlreichen Familienfeiern oder Tagungen freut sich das Obere-Säge-Team auch über die zahlreichen Tagesausflügler.
Sabine Laske hat nie die Hände in den Schoß gelegt. Harte Arbeit haben dann auch zu einer "sehr hohen Auslastung" des Hotelbetriebs geführt. Und auch bei der Ausbildung des Nachwuchses übernimmt die Gastwirtin Verantwortung. In den vergangenen fünf Jahren werden in ihrem Betrieb sechs Jugendliche ausgebildet - alle bestehen die Prüfung erfolgreich.
Die Gastwirtin mit Leib und Seele verlässt die Obere Säge "mit einem lachenden und einem weinenden Auge". "Es war vor fünf Jahren ein Sprung ins eiskalte Wasser", erzählt sie, "aber jetzt sieht man den Erfolg". Einen Erfolg, über den sie sich freut - und sie hofft auf Nachfolger, die den gastronomischen Betrieb auf dem erreichten hohen Niveau weiterführen. Die "Obere Säge" sei auch ideal für ein Ehepaar, das neu in der Gastronomie anfängt. Ein Teil ihrer Mitarbeiter würde dabei auf jeden Fall mitziehen.
Bis Ende des Jahres bleibt noch einige Zeit, die Sabine Laske nutzen will - unter anderem, um die Verbundenheit mit ihren Gästen zu demonstrieren. Und dann geht's nach München. "Aber ich bleibe mit dem Zollernalbkreis verbunden", verspricht sie.
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