Der Organisator aus der Oberpfalz
Zwei sicher: Schutterwald und Metkovic
Exakt 95 Tage vor dem Handball-Topturnier um den Volksbank-Cup (6. Januar 2000, Kreissporthalle) stand Turnier-Organisator Lothar Schacke Rede und Antwort. Der ehemalige Berufssoldat zieht die Fäden mittlerweile aus der Oberpfalz.
Seit sieben Jahren steht Schacke der veranstaltenden TSG Balingen als gefragter Turnier-Macher zur Seite. Die Kontakte des 56- Jährigen zu nationalen und internationalen Spitzenklubs sind mehr denn je gefragt. Schacke versteht es, die renommierten Vereine für den Volksbank-Cup zu begeistern. Und mittlerweile brauchen die Kreisstädter keinen mehr zu betteln.
Noch sind's drei Monate bis zum Turnier. Wie ist der Stand der Dinge? Lothar Schacke:
Wir planen erneut mit drei deutschen Erstligisten und drei ausländischen Spitzenvereinen. Unsere Anforderungen sind dieselben geblieben: Jede Mannschaft darf nur dreimal teilnehmen - es sei denn, sie ist Titelverteidiger. Die ausländischen Vereine müssen im laufenden Europacup vertreten sein.
Wen haben Sie bereits sicher? Titelverteidiger ist TuS Schutterwald - und die Schwarzwälder kommen natürlich gerne wieder. Außerdem wird der Vorjahres-Dritte beim Volksbank-Cup, Jambo Metkovic, erneut mit von der Partie sein. Metkovic ist immerhin kroatischer Vizemeister. So gut wie perfekt ist auch die Teilnahme eines Schweizer Topklubs - entweder St. Gallen oder Schaffhausen.
Fehlen also noch drei Teams - wo bekommen Sie die her? Wir haben noch sechs Anfragen vorliegen, die wir aber zunächst zurückstellen. Unserem Ruf als weltweit bestbesetztes Hallen-Handballturnier im Winter-Halbjahr wollen und müssen wir gerecht werden. Das begründet auch, weshalb ich in den vergangenen 14 Tagen eine Deutschland-Tournee unternommen habe und dabei sechs Erstliga- Spiele - also zwölf deutsche Bundesligisten - sah. Aus diesem Kreis werden sich die übrigen Teilnehmer rekrutieren. Außerdem habe ich noch ein Bonbon in der Hinterhand, das ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht präsentieren will.
Sie wohnen mittlerweile in Roding in der Oberpfalz, unweit der Grenze zu Tschechien. Wie ist denn von dort aus ein Turnier in Balingen zu organisieren? Zunächst gilt es festzuhalten. dass der Hauptteil der Arbeit auf den Schultern der TSG Balingen lastet. Von der Schiedsrichter-Einteilung bis hin zum Verkauf der belegten Wecken organisiert alles die TSG vor Ort. Mein Job ist es lediglich, Spitzenvereine zu kontaktieren und sie für das Turnier zu begeistern. Und da gibt es keinen Unterschied, ob Sie das von Regensburg, Reykjavik oder Rom aus machen.
Wann wird das Teilnehmerfeld komplett sein? Allerspätestens am 3. Dezember - da ist die Auslosung der Gruppen.
. . . . wieder mit einem Topstar aus der Handballszene? Natürlich wieder mit einem Überraschungsgast - aber dessen Namen kann ich nicht verraten, weil die schriftliche Bestätigung noch fehlt.