Sind auf die Umstellung eingestellt. (von links) Michael Koch, Bernd Wachendorfer, Armin Stepper und Dr. Albrecht Walcher.
Sind auf die Umstellung eingestellt. (von links) Michael Koch, Bernd Wachendorfer, Armin Stepper und Dr. Albrecht Walcher. Foto: Daniel Seeburger.

Schömberg, 13.11.2006

Zigaretten mit der Scheckkarte

Ab 1. Januar wird der Jugendschutz am Automat verschärft

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Am 1. Januar 2007 wird sich die Welt der Raucher dramatisch verändern. Das Zigarettenziehen an den Automaten ist dann nicht mehr ganz so einfach. Der Raucher muss nachweisen, dass er mindestens 16 Jahre alt ist. Jetzt präsentierte die Schömberger Firma Koch den ersten auf Jugendschutz gestellten Automaten.
Für die Raucher brechen neue Zeiten an. In Zukunft müssen sie nicht mehr nur das nötige Kleingeld in der Jackentasche haben - auch eine ec-Karte mit dem goldfarbenen Geldkarten-Chip inklusive Jugendschutzmerkmal ist notwendig. Die Schömberger Firma Matthäus Koch GmbH, einer der größten Automaten-Aufsteller der Region, hat jetzt den ersten auf Jugendschutz gestellten Automaten vorgestellt.

18 Millionen Raucher müssen sich ab 2007 an den Zigarettenautomaten ausweisen. Die Automaten seien mit elektronischen Sperren ausgerüstet, führte Geschäftsführer Michael Koch aus. Diese Sperren könnten mit einer ec-Karte mit Goldsiegel entriegelt werden. In diesem Goldsiegel befinde sich ein so genanntes Jugendschutz-Merkmal. Dadurch sei gewährleistet, dass nur Inhaber eines Bankkontos Zigarettenautomaten nutzen könnten. Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren erhielten zudem bei den Banken die entsprechende Freigabe des Jugendschutz-Merkmals nur mit schriftlichen Erlaubnis der Erziehungsberechtigten. Die ec-Karte sei das sicherste Medium, führte Michael Koch aus. Die zuständigen Datenschutz-Behörden hätten diese Vorgehen geprüft.

"Jugendliche waren nie unsere Zielgruppe", erklärte Michael Koch. Seine Firma beschäftigt 30 Mitarbeiter und beschickt rund 2000 Automaten, davon 1300 Zigarettenautomaten zwischen Stuttgart und Konstanz und zwischen Überlingen und Freudenstadt. Koch wies auf die "große logistische Anstrengungen" hin, die die Umstellung aller Zigarettenautomaten mit sich bringt.

Zwischen 300 und 1000 Euro kostet die Umrüstung eines Automaten - je älter der Apparat ist, desto teurer die Aufrüstung. Bundesweit gibt es rund 500 000 Zigarettenautomaten. Der Bundesverband Deutscher Tabakwaren-Großhändler und Automatenaufsteller spricht von Kosten in Höhe von rund 300 Millionen Euro.

Bernd Wachendorfer von der Volksbank Ebingen und Armin Stepper von der Sparkasse Zollernalb erläuterten die Vorgehensweise der Banken. Verbraucher, die bisher noch keine ec-Karte mit Jugendschutz-Merkmal hätten, sollten sich umgehend bei ihrer jeweiligen Bank melden, so Bernd Wachendorfer.

Dr. Albrecht Walcher von der Industrie- und Handelskammer Reutlingen lobte die Initiative für den Jugendschutz und speziell die prompte Umsetzung durch die Firma Koch.

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Wirtschaft in der Region, Gesundheit.

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