Antworten auf offene Fragen
Das Intersport-Masters beginnt am Freitag: Balinger Auftaktspiel gegen Magdeburg
Balingen/Sindelfingen, 09.08.2006 von Marcus Arndt
Ein echter Härtetest für den Erstliga-Neuling HBW Balingen-Weilstetten ist das Intersport-Masters (11. bis 13. August). Über 60 Nationalspieler sind an drei Turniertagen am Ball.
Somit ist das Intersport-Masters in Sindelfingen eines der bestbesetzten Turniere bundesweit. Dies betont auch der 156fache deutsche Nationalspieler Frank von Behren: "Auf nationaler Ebene kann es keine bessere Besetzung geben." Mit den sieben bestplatzierten Mannschaften der vergangenen Saison, außer Meister THW Kiel, besitze die Veranstaltung weit mehr als nur regionale Bedeutung. Komplettiert wird das illustre Teilnehmerfeld von Bundesliga-Neuling Balingen-Weilstetten.Das Team von Trainer Rolf Brack wurde in die Gruppe A gelost. Gegner sind der SC Magdeburg, die SG Kronau/Östringen und Vizemeister SG Flensburg-Handewitt. In der Gruppe B spielen FrischAuf Göppingen, EHF-Pokalsieger TBV Lemgo sowie die Altmeister VfL Gummersbach und TV Großwallstadt. "Das Turnier hat einen sehr hohen Stellenwert für mich, da man sich mit der Crème de la crème des deutschen Handballs messen kann", betont der Balinger Coach. Der Sportwissenschaftler aus Ostfildern ergänzt: "Es gibt einem sicher eine gewisse Antwort auf noch offene Fragen und gibt uns die Möglichkeit, sich drei Wochen vor dem ersten Bundesliga-Spiel gegen Göppingen in etwa einordnen."
Das Konzept des dreitägigen Turniers wurde für die vierte Auflage modifiziert: So kämpfen acht statt bislang sechs Mannschaften um die von Bernhard Kempa überreichte Trophäe. Zusätzlich werden die ersten vier Begegnungen der Gruppenphase am Freitag (Beginn 20 Uhr) regional ausgetragen - in Wolfschlugen (Flensburg-Handewitt - Kronau/Östringen), Lenningen (Gummersbach - Göppingen), Schwaikheim (Lemgo - Großwallstadt) und Balingen (HBW - Magdeburg). "Das Intersport-Masters ist im vierten Jahr mit Abstand das bestbesetzte Turnier in Deutschland und setzt neue Maßstäbe", meint Uwe Dieterich, Geschäftsführer des Sindelfinger Glaspalastes. Kein anderes Turnier habe im Vorfeld der Weltmeisterschaft im Januar 2007 so viele Nationalspieler zu bieten wie der uniVersa-Cup. In Sindelfingen werden elf der 16 aktuellen deutschen Nationalspieler vor Ort sein. "Neben Florian Kehrmann, Markus Baur und Michael Kraus werden vor allem die jungen Wilden versuchen, sich bereits im August für einen Platz in der WM-Mannschaft zu empfehlen", erklärt Dieterich.
Das Duell mit arrivierten, international erfahrenen Bundesliga-Spielern kommt HBW-Coach Brack nicht ungelegen. "Vor allem für die jungen und unerfahrenen Spieler sind die Begegnungen beim uniVersa-Cup wichtig", so der 52-Jährige, "da die meisten noch keine Bundesliga-Erfahrung für die erste Liga besitzen und sich noch schlecht einordnen können."
Eine erste Standortbestimmung nach dem S-Cup in Altensteig, wo Balingen-Weilstetten gegen die Ligakonkurrenten Hamburg (18:20) und Gummersbach (19:21) knapp verloren hat, wird das Auftaktspiel gegen Europapokal-Teilnehmer SC Magdeburg sein. Der HBW trifft am Freitagabend in der Balinger Längenfeldhalle auf das Team von Trainer Bodgan Wenta (Beginn 20 Uhr). Im Sindelfinger Glaspalast spielt der Neu-Bundesligist am Samstag, 12. August, gegen Kronau/Östringen (10 Uhr) und Flensburg-Handewitt (15.20 Uhr). "Eine hochkarätige Besetzung", lobt Brack die Macher, welche die besten deutschen Klubs nach Sindelfingen geholt haben. "Man darf gespannt sein, wer sich nach TUSEM Essen, dem VfL Gummersbach und dem spanischen Vorjahressieger Ademar Leon in die Siegerliste eintragen wird", hofft Dieterich auf ein spannendes Turnier.
