Tom landet ersten Treffer von der Mittellinie
14-Jähriger Roßwanger wirft beim Pausenspiel in Tübingen den 1000-Euro-Korb
Balingen-Roßwangen, 30.12.2005 von Julia Brenner
Es war bestimmt der spannendste Moment im Leben von Tom Hartmann. Der 14-Jährige aus Roßwangen darf im Pausenspiel der Tübinger Basketballer den Ball von der Mittellinie aus in den Korb werfen - und trifft. 3500 Zuschauer jubeln ihm zu.
Ein 14-jähriger Roßwanger hat geschafft, was noch keinem vor ihm gelungen ist: In der Halbzeitpause beim Spiel der Tübinger Tigers gegen die amtierenden deutschen Meister aus Bamberg versenkt der Schüler den Ball von der Mittellinie aus im Korb. Die Halle jubelt, Vater Uwe Hartmann und Toms Freund Haci, die ihn begleiten, sind mächtig stolz auf Tom. "Alle Mädchen haben voll blöd geguckt", erinnert sich Haci. Den Korb zu treffen "war ein klasse Gefühl", verrät Tom. Der 14-Jährige ist ein absoluter Basketball-Fan und trainiert regelmäßig an seinem eigenen Korb, der an der Garage befestigt ist. Der Mittellinienwurf war für ihn nicht nur ein Glückstreffer - "Ich kann das einfach!" Gemeinsam mit seinem Vater Uwe und seinem besten Freund Haci geht Tom zu sämtlichen Heimspielen seiner Lieblingsmannschaft - den Tübingern.Bei jedem einzelnen Spiel wollen hunderte Zuschauer den Treffer von der Mittellinie aus versuchen. Und dieses eine Mal fiel das Los auf die Karte, die Uwe Hartmann vor dem Spiel ausgefüllt hatte. Eigentlich gewinnt derjenige, der den Ball versenkt, 1000 Euro. Doch nach der Freude über den Treffer kam für die Hartmanns die Ernüchterung: "Der Sponsor von der Zürich Versicherung wollte die 1000 Euro Prämie nicht bezahlen", erzählt Uwe Hartmann. Da Tom noch nicht 18 sei, hätte er an dem Pausenspiel auch nicht teilnehmen dürfen, lautete anscheinend die Begründung.
Familie Hartmann findet das "total ungerecht". "Wir haben den Hallensprecher vorher nämlich extra gefragt, ob es ok ist, wenn Tom den Wurf für mich ausführt", erklärt Uwe Hartmann. Er will noch lange nicht klein beigeben. "Wir haken da auf jeden Fall noch einmal nach."
