Kein Zuschlag für "Obere Säge"
Weiterer Versteigerungstermin möglich
Schömberg, 22.07.1999 von Daniel Seeburger
Die "Obere Säge" zwischen Schömberg und Ratshausen hat noch keinen neuen Besitzer. Im vergangenen Monat hat die Bayerische Hypo- und Vereinsbank die Gaststätte für 695 000 Mark ersteigert.
Der Zuschlag wurde am 9. Juni allerdings auf Antrag der Bank ausgesetzt. Gestern fand die Zuschlagsentscheidung im Balinger Amtsgericht durch Rechtspflegerin Bihlmayer statt. Die Überraschung: Die Bayerische Hypo- und Vereinsbank hat die Zwangsversteigerung eingestellt, der Zuschlag wurde versagt.
Nun ist ein weiterer Versteigerungstermin für die "Obere Säge" wahrscheinlich. Die Gläubigerin, also die Bayerische Hypo- und Vereinsbank, hat die Möglichkeit, innerhalb eines halben Jahres einen sogenannten Fortsetzungsantrag zu stellen. Durch eine Aussetzung der Zuschlagsentscheidung Anfang Juni hatte die Hypo- und Vereinsbank die Möglichkeit, das Recht auf Zuschlag an einen Dritten abzutreten. Aber anscheinend hat die Bank bei der weiteren Vermarktung der Immobilie keinen Interessenten zu dem von ihnen geforderten Preis gefunden. Somit ist die Bayerische Hypo- und Vereinsbank die Meistbietende geblieben.
Die Zuschlagsverkündigung war äußerst schlecht besucht. Zeigten beim Zwangsversteigerungstermin im Juni noch über 20 Besucher ihr Interesse an der Versteigerung, so war gestern lediglich eine Zuhörerin bei der Verkündigung im Balinger Amtsgericht.
