Das Vergessen kommt einem neuerlichen Verbrechen gleich

Schömberg, 17.11.2003 von

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Anlässlich des Volkstrauertags fand gestern zum 26. Mal eine Gedenkfeier auf dem KZ-Friedhof bei Schömberg statt. Die evangelischen und katholischen Gläubigen der Nachbargemeinden Erzingen, Dotternhausen, Dormettingen, Dautmergen, Schömberg, Täbingen und Zimmern u. d. B. begingen diese Gedenkstunde gemeinsam und erinnerten damit an die Opfer von Krieg und Vertreibung, politischer Gewalt, Völkermord und Fremdenhass von damals und heute. "Nichts und niemand ist vergessen", betonte Schömbergs Pfarrer Dr. Johannes Holdt (rechts) und zitierte damit die auf einer Gedenktafel auf dem KZ-Friedhof stehenden Worte. "Auch wenn die Erinnerung wehtue, so sind wir sie doch den Opfern schuldig", erklärte Holdt, und das Vergessen komme einem neuen Verbrechen gleich. Immo Opfermann (Mitte) ermahnte zur Wahrhaftigkeit im Erinnern und brachte die damaligen Ereignisse mit der erschütternden Erzählung eines Häftlings zum Ausdruck. Bruder Sebastian erklärte, im Volkstrauertag sei eine Chance zu sehen, Solidarität mit allen Menschen zu zeigen, die Widerstand gegen Ungerechtigkeit leisten, und betonte, dass alle Menschen "Brüder und Schwestern wie wir" sind. Das Gebot der Nächstenliebe sei stets mit der Frage verbunden, wem man selbst zum Nächsten wird.

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