Unzufrieden war TSG-Coach Ralf Volkwein mit dem Abschneiden der Balinger U 23 in der ersten Halbserie in der Fußball-Landesliga.
Unzufrieden war TSG-Coach Ralf Volkwein mit dem Abschneiden der Balinger U 23 in der ersten Halbserie in der Fußball-Landesliga. Foto: Moschkon.

Balingen, 26.02.2013

Perspektivteam ruft sein Potenzial nicht ab

Landesliga: Balingen 2 mit Licht und Schatten – TSG-Trainer macht Motivationsprobleme aus

Perspektivteam ruft sein Potenzial nicht ab
Die U 23 der TSG Balingen kämpft in der Fußball-Landesliga gegen den Abstieg. Das sollte das Perspektivteam nicht – zumindest, wenn man die Qualität des Kaders als Maßstab nimmt.

Ralf Volkwein gefällt nicht, wo seine Mannschaft vor dem Start in die Rückrunde der Landesliga-Staffel 4 am 3. März (15 Uhr, Au-Stadion) gegen den FV RW Weiler steht. Tabellenplatz zwölf, 17 Zähler aus 15 Spielen – das ist zu wenig, findet er. Gleichwohl ist sich der Trainer der U 23 der TSG Balingen sicher, dass sich seine Jungs in der zweiten Saisonhälfte in der Tabelle verbessern werden, weg vom Relegationsrang zu kommen, so lautet das Ziel. „Das ist eine gefährliche Position, das wissen wir“, sagt Volkwein. „Wir wissen auch, dass uns eine harte Rückrunde erwartet.“ In dieser soll es runder laufen als in der Hinserie, in der die TSG-Zweite doch Problemstellen offenbarte.

„Wir haben bislang zu wenig Punkte geholt“, weiß Volkwein. Das habe mehrere Gründe: „Zum einen hatten wir vor der Saison einen enormen Umbruch. Die vielen Abgänge mussten wir mit Spielern aus der U 19 kompensieren.“ Das sei zwar ein bewusster Schritt gewesen, sagt der Lehrer, denn schließlich versteht sich die U 23 als Bindeglied zwischen Nachwuchs und dem Oberliga-Kader. „Doch wenn du sieben oder acht 18- und 19-Jährige auf dem Feld hast, ist das auch problematisch.“ Junge Spieler seien launisch in ihren Leistungen. „Das haben wir in der Hinrunde gemerkt.“

Doch allein auf das Alter möchte Volkwein die Probleme des Perspektivteams nicht reduzieren. Mit unter habe es auch an der Einstellung gemangelt, meint er. Insbesondere den U 19-Spieler, die noch in der A-Jugend-Oberliga gegen Gegner wie den SC Freiburg, die TSG Hoffenheim oder den VfB Stuttgart 2 gespielt hatten, sei mit den klangvollen Rivalen scheinbar auch die Motivation abhanden gekommen, so Volkwein. „Manche Spieler haben sich zudem schwer mit der Gangart in der Spielklasse getan.“ Denn bei den Aktiven in der Landesliga käme es mehr auf das Körperspiel an als in der Jugend. „Und da haben die Jungs Schwächen offenbart.“ Das wussten die Gegner, die dem Perspektivteam in der Hinrunde vermehrt mit dum-pfer Härte den Schneid abgekauft haben.

„Wir wollen in der Rückrunde schon noch ein paar Gegner hinter uns lassen“, gibt sich Volkwein derweil kämpferisch. Denn das Potenzial sei da, nur habe seine Elf in der Hinrunde zu selten gezeigt, was in ihr stecke. Denn während die Kreisstädter Gegnern aus dem oberen Tabellenbereich regelmäßig Punkte abknöpften, taten sie sich gegen direkte Rivalen um den Klassenerhalt oftmals schwer – zu oft. „Wir müssen gegen diese Gegner punkten, da hatten wir zu viele schlechte Spiele bislang“, sagt Volkwein, der eine klare Marschroute für die Rückrunde ausgibt: „Das Ziel ist die Förderung der Jugend. Doch dabei müssen wir auch maximal erfolgreich sein.“ Mit anderen Worten: der Klassenerhalt ist ein Muss. Rang zwölf und damit der Abstiegskampf ist für die TSG indiskutabel, denn auch Volkwein weiß, wie wichtig ein Unterbau, der auf Verbandsebene aktiv ist, für einen Oberliga-Verein ist. Der Coach sagt: „Wir haben das Potenzial, im Tabellenmittelfeld zu landen. Und damit meine ich eine Platzierung zwischen acht und zehn.“

Konstellation an der Tabellenspitze ist keine Überraschung

19 Mann umfasst der Kader des Landesligisten TSG Balingen 2. Daran hat sich auch in der Winterpause nichts geändert. Den einzigen Abgang, Daniel Dehner (TSV Ofterdingen), glichen die Kreisstädter mit Paul Kozik (eigene U 19) aus. Viermal pro Woche bat Coach Ralf Volkwein seine Jungs in der Vorbereitung zum Training. Hinzu kam ein Testspiel pro Woche. Die widrigen Platzbedingungen konterten die Balinger mit Einheiten in der Halle oder im Fitnessstudio.

Olympia Laupheim (36 Punkte/16 Spiele) überwinterte auf Rang eins, gefolgt vom SV Baltringen (35/16), dem TSV Berg (32/15) und dem FV Biber-ach (30/16). Für Volkwein ist diese Konstellation an der Tabellenspitze keine Überraschung. Vielmehr überrasche ihn, dass etwa der SV Oberzell als Tabellen-14. (15/16) gegen den Abstieg kämpfe. Bei den kriselnden Oberschwaben kam es unlängst zu einem Trainerwechsel: Bernd Seiler ersetzte Marco Konrad.

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