Herr Polarforscher, was verdienen Sie?
Dr. Peter Lemke, Fachbereichsleiter für Klimawissenschaften am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, berichtete bei seinem Besuch in Rosenfeld auch in der Iselinschule und im Progymnasium von seiner Arbeit. Im Anschluss stand er den Jugendlichen Rede und Antwort und erzählte von seiner Forschungsreise auf dem Eisbrecher „Polarstern“.
Dr. Peter Lemke, Fachbereichsleiter für Klimawissenschaften am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, berichtete bei seinem Besuch in Rosenfeld auch in der Iselinschule und im Progymnasium von seiner Arbeit. Im Anschluss stand er den Jugendlichen Rede und Antwort und erzählte von seiner Forschungsreise auf dem Eisbrecher „Polarstern“. Foto: Corinna Faißt.

Rosenfeld, 30.01.2013

Herr Polarforscher, was verdienen Sie?

Rosenfelder Schülerinnen und Schüler löchern Professor Dr. Peter Lemke mit Fragen

Wann besucht schon einmal ein Klimaforscher die Schule? Das Progymnasium und die Iselinschule kamen in diesen seltenen Genuss: Prof. Dr. Peter Lemke erzählte den Schülern von seinen Expeditionen.

Am Montag referierte der bekannte Polarforscher beim Neujahrsempfang der Städte Geislingen und Rosenfeld (wir berichteten). Morgens besuchte er das Progymnasium und die Iselinschule. „Schon lange ist es Tradition, dass die Referenten des Neujahrsempfangs auch zu uns kommen. Ich freue mich, dass es auch dieses Jahr wieder so ist“,so Werner Egger, Rektor der Iselinschule.

Zu seinem jetzigen Beruf kam der Polarforscher durch Zufall. Es wurde ein Physiker für die Klimaforschung gesucht und siehe da, jetzt ist Lemke Leiter des Fachbereiches Klimawissenschaften am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung.

Neben seinem Werdegang erzählte er den Schülern natürlich auch etwas über seine Forschungsreisen. Wie das so abläuft und was man da genau macht, erklärte er am Beispiel seiner Expedition in die Antarktis im Jahre 2006. Mit dem Eisbrecher „Polarstern“ ging es los, von Kapstadt in Richtung Südpol. Jede Menge Wissenschaftler und Besatzungsmitglieder an Bord. Nach seinem Vortrag, den er mit einer Fülle von Bildern und Diagrammen abrundete, sprudelten die Fragen nur so aus den Schülern heraus.

„Was verdienen Sie?“, stand die erste Frage im Raum. „Was die Crew so verdient, weiß ich nicht. Ein Wissenschaftler bekommt zwischen 2 000 und 2 500 Euro pro Monat. In meinem Fall ist es natürlich toll, für sein Hobby bezahlt zu werden“, antwortete Lemke. Die Bandbreite reichte vom Alltäglichen wie der Frage nach der Kleidung: „Einen dicken Parka und einen möglichst winddichten Ganzkörperoverall, dazu warme Handschuhe und Snowboots.“ über Kulinarisches wie, „was gibt es zu essen auf dem Schiff?“ (Antwort: Was immer man gerne möchte, die Auswahl ist sehr vielfältig.) bis hin zum Wirtschaftlichen. Die Schüler hatten sich beispielsweise Gedanken über die Kosten solch einer Expedition gemacht. „Der Betrieb des Schiffes kostet am Tag rund 50 000 Euro, Kostenträger ist der Bund“, erwiderte der Polarforscher darauf. Für eine Expedition könne man mit zwei bis drei Millionen rechnen.

Die Jugendlichen erkundigten sich auch, wie viele weitere Länder solche Forschungsprojekte unterhielten. Lemke antwortete, dass dies nur sehr wenigen möglich sei. Deswegen nehme man auch gern ausländische Forscher mit an Bord, wenn diese Interesse anmeldeten. „Sind da denn dann nur Männer auf dem Schiff?“, warf ein Schüler ein. „Nein, wir haben einige Frauen, häufig Biologinnen, dabei“, klärte der Wissenschaftler auf. Groß war auch das Interesse an der deutschen Forschungsstation „Neumayer III“ in der Antarktis.

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