Was heißt es zu helfen?

Neuntklässler und Vinzentinische Ersthelfer starten soziale Projektarbeit

Was heißt es zu helfen?

Albstadt-Ebingen, 26.01.2013 von Nils Horst

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Die Vinzentinischen Ersthelfer haben mit den „Sonnenstrahlen“ ein weiteres Projekt gestartet. Zusammen mit den Neuntklässlern der Schlossberg Realschule soll die Frage beantwortet werden, was es heißt zu helfen.

Es ist nicht das erste Projekt der Vinzentinischen Ersthelfer. Seit ihrer Gründung im vergangenen Jahr haben die Ersthelfer, die mittlerweile auf 15 angewachsen sind, bereits vieles realisiert. Dazu zählen beispielsweise der Meditationsgarten in Lautlingen oder auch der Seniorennachmittag.

Nun weitet Diakon Michael Weimer seine Arbeit nochmals aus. Bei dem gestrigen Auftakt des Projektes „Sonnenstrahlen“ an der Schlossberg Realschule freute er sich, dass die Schule gleich offene Ohren für seine Idee hatte. Zusammen mit den Lehrern will der Diakon den Neuntklässlern zeigen, was es heißt, sich um kranke Menschen zu kümmern, die Hilfe benötigen. Das Projekt soll aber auch ein Anstoß sein, sich mit dem Thema Hilfe im allgemeinen zu beschäftigen. Für Weimer ist es dabei vor allem interessant, ob die Schüler selbst schon einmal Hilfe benötigten oder ob sie gar bereits einmal anderen Menschen geholfen haben. Einer der dies tagtäglich macht ist Professor Michael Bitzer, der beim Projektstart den Schülern über den Klinikalltag im Zollernalbklinikum berichtete.

Auch der Diakon selbst erzählte von seiner Berufserfahrungen. Durch seinen Erstberuf als Krankenpfleger ist Weimer in Krankenhäusern, Sozialstationen und Kindergärten vielen Ordensschwestern begegnet, die ihr ganzes Tun und Leben in die Nachfolge des Heiligen Vinzenz von Paul stellten. „Liebe sei Tat“: Dieses oberste Gebot des Heiligen steckte auch Michael Weimer an. Er wurde Diakon und gründete die Vinzentinischen Ersthelfer.

Erfahrungen und Erzählungen sind das eine. Doch Michael Weimer will auch herausbekommen, was in den Schülern vorgeht. In Kleingruppen sollen die Neuntklässler nun ihre Empfindungen, Wahrnehmungen, Wünsche oder Sehnsüchte malerisch ausdrücken. Die Bilder werden dann Ende Mai bei einer Vernissage im Zollernalbklinikum zu sehen sein. Die Schlossberg Realschule bleibt aber nicht die einzige Schule, an der Weimer das Projekt realisiert. Ende Februar will der Diakon das Projekt auch an der Lammerberg Realschule in Tailfingen in Zusammenarbeit mit der Sana-Klinik beginnen.

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