Noch sieht es rund ums Margrethausener Kloster „schaffig“ aus. Doch im Herbst soll alles fertig sein
Noch sieht es rund ums Margrethausener Kloster „schaffig“ aus. Doch im Herbst soll alles fertig sein Foto: Holger Much.

Albstadt-Margrethausen, 25.01.2013

Schmuckstück wird weiter poliert

Sanierung des Klosters soll im Herbst beendet werden – Maler- und Stuckarbeiten vergeben

Schmuckstück wird weiter poliert
Es geht voran: Jüngst wurden Putz- und Stuckarbeiten für das Kloster Margrethausen vergeben. Der Dachstuhl ist so gut wie fertig. Es gibt noch einiges zu tun – doch bereits im Herbst soll das Kloster fertig sein.

Im und um das Kloster in Margrethausen wird kräftig gebaut und saniert, das ist schlecht zu übersehen. Doch die Bauarbeiten zur dringend notwendigen und lange angebahnten Sanierung des geschichtsträchtigen Schmuckstückes im Herzen von Margrethausen streben ihrer Vollendung entgegen. Das Kleinod wird kräftig poliert und wird Ende des Jahres im neuen Glanz erstrahlen.

In der Dienstagssitzung des Technischen- und Umweltausschusses sprachen sich die Mitglieder einstimmig dafür aus, die demnächst anstehenden Putz- und Stuckarbeiten zum Preis von 113 000 Euro an die Firma Linder aus Albstadt zu vergeben. Von Anfang April bis Anfang Juli diesen Jahres soll die Außenfassade fertiggestellt werden.

Besser gesagt, des städtischen Teils der Klosteranlage. Denn der Teil, der sich in kirchlichem Besitz befindet, wurde schon vor Jahren saniert. An dieser Gestaltung soll sich nun auch der städtische Teil orientieren. Rund 1,8 Millionen Euro kostet die Gesamtsanierung der Klosteranlage, knapp 100 000 Euro mehr als ursprünglich geplant. Schlechte Bausubstanz wird als Grund für die Mehrkosten genannt.

Bereits in der Gemeinderatsitzung vom September 2010 fiel die Entscheidung, das markante Gebäude zu sanieren. Im März 2012 wurde dann mit den Maurer- und Betonierarbeiten begonnen. Vor allem im Erdgeschoss fielen zahlreiche, tiefgreifende Arbeiten an. Dort wurde der Bereich für die Margrethausener Feuerwehr modernisiert und ausgebaut, sowie die sanitären Anlagen für die Nutzung des Mehrzweckraumes. Auch ein behindertengerechter Zugang mit entsprechendem WC wurde geschaffen. Zudem wurden alle Grundleitungen für das Abwasser erneuert.

Nahezu abgeschlossen sind die Maurer- und Betonierarbeiten. Sie sollen nach Auskunft der Verwaltung Anfang Februar fertig sein. Im März 2012 wurde auch die Sanierung des Dachstuhls sowie die Neueindeckung des Daches begonnen. Dieser Arbeitsschritt soll Ende diesen Monats beendet sein. Während im November und Dezember 2012 neue, vom Landesdenkmalamt genau auf Tauglichkeit geprüfte Fenster eingebaut wurden, wurde ebenfalls im Dezember 2012 mit den Innenausbauarbeiten begonnen.

2013 wird der Außenputz erneuert, sowie der weitere Innenausbau mit Bodenbelagsarbeiten, Malerarbeiten, der Endmontage von Heizkörpern, Sanitär und elektrischen Einrichtungen. Noch im Herbst diesen Jahres soll somit das Kloster komplett in seinem neuen, runderneuerten Glanz erstrahlen können.

Kloster wird zur Bildungsstätte – Lange geistliche Tradition

Die Sanierung des Klosters Margrethausen sollte laut ursprünglicher Planungen rund 1, 7 Millionen Euro kosten. Eine in Teilen schlechtere Bausubstanz als erwartet macht die Arbeiten nun um knapp 100 000 Euro teurer. Rund 600 000 Euro gibt es an Zuschüssen für das Großprojekt. Entstehen wird hier mit Hilfe der LEADER-Förderung eine Bildungsstätte mit dem Schwerpunkt auf den Themen Gesundheit und Prävention, speziell auch für die Gruppe der Senioren.

Das Kloster Margrethausen wurde – aufgrund einer Tradition geistlichen Lebens an dieser Stelle – bereits im Jahr 1338 durch den Ortsherren Konrad von Tierberg als Franziskanerinnenkloster gestiftet und im Folgejahr eingerichtet. Das Kloster wurde 1811 aufgelöst und als Schule, Lehrerwohnung und für die Ortsverwaltung genutzt.

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Baumaßnahmen/Sanierung.

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