Die (Ober-)Bürgermeister von Balingen, Albstadt und Hechingen sowie Vertreter der Überlandwerke Eppler und der Energie Baden-Württemberg (EnBW) unterzeichneten gestern in den Räumen der Balinger Stadtwerke die Verträge für die gemeinsame „Energie Zollern Alb GmbH“
Die (Ober-)Bürgermeister von Balingen, Albstadt und Hechingen sowie Vertreter der Überlandwerke Eppler und der Energie Baden-Württemberg (EnBW) unterzeichneten gestern in den Räumen der Balinger Stadtwerke die Verträge für die gemeinsame „Energie Zollern Alb GmbH“ Foto: Klaus Irion.

Zollernalbkreis, 25.01.2013

Fünf Partner bündeln Energiekräfte

Stadtwerke und private Stromversorger gründen gemeinsame „Energie Zollern Alb GmbH“

Fünf Partner bündeln Energiekräfte
Die Energiewende im Zollernalbkreis voranbringen und dabei auch Gewinne erwirtschaften. Gestern gründeten kommunale und private Energieunternehmen gemeinsam die „Energie Zollern Alb GmbH“.

Der Himmelberg in Melchingen beheimatet nach wie vor die einzigen, großen Windräder im gesamten Zollernalbkreis. Und auch die Pumpspeicherkraftwerks-Pläne rund um Hechingen haben jüngst einen planerischen Dämpfer erhalten (wir berichteten). Nichtsdestoweniger soll auch im hiesigen Landkreis die Energiewende vorangetrieben werden. Deshalb kamen gestern die (Ober-)Bürgermeister Reinhold Schäfer (Balingen), Dorothea Bachmann (Hechingen) und Dr. Jürgen Gneveckow (Albstadt) sowie Vertreter der Stadtwerke Balingen und Hechingen, der Albstadtwerke, der Überlandwerke Eppler und der EnBW zusammen, um die Erneuerbare Energie Zollern Alb GmbH (EEZA) offiziell zu gründen.

Ziel sei es, die vorhandenen Kräfte zu bündeln und „die Wertschöpfung im Bereich der erneuerbaren Energien im Landkreis zu belassen“, erklärte Philipp Marquardt, Leiter des EnBW-Regionalzentrums Heuberg-Bodensee. Er sprach von „einer Partnerschaft auf Augenhöhe“, schließlich hielten alle EEZA-Teilhaber 20 Prozent an der Gesellschaft.

„Ich freue mich auf die Kooperation“, sagte Albstadts Oberbürgermeister Dr. Gneveckow als Sprecher der kommunalen Vertreter. Seit zwei Jahren sei man in der konkreten Planung, „das Projekt an sich aber hat schon einen längeren Vorlauf.“ Auch Balingens Bürgermeister Schäfer ist zuversichtlich, was die Fünfer-Kooperation betrifft. „Wir haben zwar schon viele örtliche Projekte, aber für uns ist es natürlich hilfreich, wenn für größere Maßnahmen ein leistungsfähiger Partner zur Verfügung steht.“

Was aber plant die EEZA mit Sitz bei den Balinger Stadtwerken und unter Geschäftsführung von Harald Eppler (Stadtwerke Balingen) und Karl-Ulrich Kirner (EnBW Regional AG) konkret? Mehrfach wurden gestern künftige Windkraftprojekte genannt, bei denen die EnBW das Feld nicht multinationalen Investoren, mithin also finanziell potenten Energiemarkt-Konkurrenten kampflos überlassen möchte. Gleichwohl wurde betont, dass in Sachen Windräder die jeweils betroffene Kommune natürlich das letzte Auftragsvergabe-Wort habe.

Es geht aber auch eine Spur kleiner. So plant man, sich mittels der EEZA auch bei Bürgerenergiegenossenschaften einzubringen, die beispielsweise Photovoltaikanlagen auf Dächern öffentlicher Gebäude betreiben. Ganz gleich ob großes oder kleines Projekt, eines ist für Dr. Gneveckow dabei ganz wichtig: „Alles, was wir tun, sollte wirtschaftlich sein.“

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