Hat seinen Traumberuf gefunden: Dennis Wolthoff (2. von rechts; auf dem Bild mit den Kolleginnen Claudine Holderied und Stephanie Maier) ist Erzieher und in seinem Beruf als Mann fast noch ein Exot. Dennoch will er keine Rollenklischees bedienen.
Hat seinen Traumberuf gefunden: Dennis Wolthoff (2. von rechts; auf dem Bild mit den Kolleginnen Claudine Holderied und Stephanie Maier) ist Erzieher und in seinem Beruf als Mann fast noch ein Exot. Dennoch will er keine Rollenklischees bedienen. Foto: jas.

Balingen-Endingen, 25.01.2013

Ein Beruf mit vielen Freiheiten

Dennis Wolthoff ist mit Leib und Seele Erzieher und Kita-Leiter

Ein Beruf mit vielen Freiheiten
Er ist einer unter wenigen in seinem Beruf und sogar Balingens erster und einziger Kita-Leiter: Der Erzieher Dennis Wolthoff hat seinen Traumjob gefunden. Rollenklischees will er nach und nach aufbrechen.

Während Frauen in technischen Berufen oft in Unterzahl sind, ist bei den Erziehern die Männerquote sehr niedrig. Dass es aber keine Frauendomäne sein muss, zeigt Dennis Wolthoff. Der 27-Jährige, der ursprünglich Krankenpfleger werden wollte, entschloss sich für eine Ausbildung zum Erzieher. Und leitet nun seit kurzem die Kindertagesstätte in Endingen.

Durch sein Freiwilliges Soziales Jahr im Engstlatter Kindergarten ist Dennis Wolthoff auf den Geschmack gekommen. Der werdende Vater nennt einen der Gründe, warum er sich für diesen Beruf entschieden hat: „Man kann sein inneres Kind beibehalten“, meint Wolthoff und erklärt, dass man auf diese Weise auch einfacher Zugang zu den Kindern bekommt. Er will nicht ausschließlich mit den Jungs Fußball spielen, sondern typische „Rollenklischees nach und nach aufbrechen“. Der Erzieher steht auch gerne mal an der Werkbank, betont aber, dass sowohl Mädchen als auch Jungs dort eifrig mitmachen. „Ich finde es einfach schön, wenn man Kindern etwas mitgeben kann“, resümiert er.

Natürlich sei der Beruf manchmal eine Belastung, „aber man bekommt auch viel zurück.“ Dennis Wolthoffs setzt seine Schwerpunkte auf Bewegung, Naturerlebnisse und Naturwissenschaften sowie bewusste Ernährung. Außerdem ist er zertifizierter Erzieher für das „Haus der kleinen Forscher“, das derzeit auch in Endingen auf den Weg gebracht wird. „Ich denke, dass man alle Aspekte ganzheitlich verbinden kann“, meint der 27-Jährige. Derzeit überarbeitet er das Konzept.

Noch ist Dennis Wolthoff einer der wenigen Männer, die in Kindergärten oder Kitas arbeiten. Während bundesweit der Männeranteil im Erzieherberuf bei rund drei Prozent liegt, ist dieses Tätigkeitsgebiet auch in der Region (noch) eine Frauendomäne: Nur acht von etwa 50 angehenden Kollegen in Wolthoffs Ausbildungsjahrgang waren männlich. Deswegen hat der Balinger auch schon Werbung für seinen Beruf gemacht: Ein Praktikant, der zurzeit in der Endinger Kita arbeitet, interessiere sich ebenfalls dafür, Erzieher zu werden. Wolthoffs Meinung nach „wird das Berufsbild attraktiver, wenn man sieht, dass es dort auch Männer gibt“.

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