Neuer Erker und neue Fenster
Ein erster Teil der Generalsanierung des Obernheimer Rathauses ist abgeschlossen. Im ersten Obergeschoss wurden Kunststofffenster eingebaut. Außerdem verfügt das Amtsgebäude über eine neue Heizung
Ein erster Teil der Generalsanierung des Obernheimer Rathauses ist abgeschlossen. Im ersten Obergeschoss wurden Kunststofffenster eingebaut. Außerdem verfügt das Amtsgebäude über eine neue Heizung Foto: Hans-Peter Wittmer.

Obernheim, 25.01.2013

Neuer Erker und neue Fenster

Im Rathaus muss niemand mehr frieren – Bürgermeister stellt Verwaltungsbericht vor

Im Obernheimer Rathaus muss niemand mehr frieren. Noch vor dem Wintereinbruch wurde der erste Teil der Generalsanierung abgeschlossen. Bürgermeister Josef Ungermann informierte darüber im Gemeinderat.

Die Fenster im ersten Obergeschoss, die aus der Mitte der 1950er-Jahre stammten, waren undicht, die Heizung so alt, dass sie jederzeit ausfallen konnte. Und im Erker, in dem Bürgermeister Josef Ungermann sein Büro hat, war Feuchtigkeit eingedrungen und hatte die tragenden Holzbalken schwer beschädigt. Obernheim musste also handeln. Über 70 000 Euro wurden investiert, aus dem Ausgleichsstock gab es einen Zuschuss in Höhe von 20 000 Euro.

Josef Ungermann zeigte sich in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates mit dem Ergebnis wie auch mit den anderen Bau- und Sanierungsmaßnahmen im vergangenen Jahr zufrieden. „Für eine kleine Verwaltung haben wir ein großes Pensum erfüllt“, bilanzierte er in seinem Verwaltungsbericht.

Obernheim zählte zum 31. Dezember 2012 1440 Einwohner. Gegenüber dem Vorjahr ist der Stand gleich geblieben. Das Einwohnermeldeamt verzeichnete neun Geburten, vier Eheschließungen und sechs Sterbefälle. 16 Rentenanträge und 17 Baugesuche wurden bearbeitet. Und auch der Obernheimer Gemeinderat war im vergangenen Jahr nicht untätig: In 18 Sitzungen mussten über 190 Tagesordnungspunkte abgearbeitet werden.

Wie Bürgermeister Josef Ungermann weiter informierte, bearbeitet die Gemeindeverwaltung seit 2012 wieder das gesamte Buchungswesen direkt vor Ort. „Ohne weiteren Personalbedarf“, betonte er. Auch freute ihn, dass sich die Gemeinde Obernheim finanziell wesentlich besser entwickelt als geplant habe. Im Rahmen der Jahresrechnung 2011 hätten die Obernheimer Gemeinderäte der Rücklage einen ansehnlichen Betrag zugeführt, der den notwendigen Spielraum für anstehende Investitionen eröffne. Mit der Erschließung der Eichenstraße im Baugebiet Gruben-Ramsäcker seien außerdem neun neue Bauplätze geschaffen worden. Ein Wohnbauförderprogramm unterstütze gezielt junge Familien in der Gemeinde. Sowohl beim Kauf eines Bauplatzes im Neubaugebiet als auch bei einem Bauvorhaben im Ortskern gewähre man finanzielle Hilfen.

Nicht nur Positives gab es zum Kindergarten zu vermelden. Während der Umzug ins ehemalige Grundschulgebäude reibungslos verlief und das frühere Schwesternhaus vor den Sommerferien abgebrochen wurde, haben sich die restlichen Bauarbeiten bisher „sehr verzögert“. Dennoch soll laut Ungermann der Neubau, der den bestehenden Bedarf ideal abdecke, bis Ende 2013 fertig sein. Um den konkreten Betreuungsbedarf zu ermitteln, kündigte er für März eine Umfrage an.

Neben der Sanierung verschiedener Straßenbeläge wurde ein Rasengräberfeld auf dem Friedhof geschaffen, die Wasserleitung am Oberen Scheibenbühl erneuert und ein neuer Weg auf der Erddeponie Eschental gebaut. Das Gebäude Untere Widdum 1 ist mittlerweile abgebrochen. Die Straßenbauarbeiten stocken allerdings wegen des Wetters.

„Wir haben anspruchsvolle Brocken abgearbeitet, die Gemeinde damit gut voran gebracht“, hob Gemeinderat Jürgen Moser hervor. Bei Bürgermeister Josef Ungermann und der Verwaltung bedankte er sich für die „sehr gute Zusammenarbeit“.

In Obernheim wurde im vergangenen Jahr aber nicht nur gearbeitet, sondern auch gefeiert. Bürgermeister Josef Ungermann erinnerte an die 50-Jahr-Feier der DRK-Bereitschaft Obernheim-Oberdigisheim, an die Einweihung der dritten Etappe des Martinswegs, an die 25. gemeinsamen Ferienspiele mit Nusplingen und an 250 Jahre Kirchweihe. Auf Initiative seines Vorgängers Georg Maier sei die „Bürgerstiftung Obernheim“ gegründet worden. Und auch im Haus Tanneck tue sich was. Auf dem lange Zeit leerstehenden Areal entstehe eine Seminar- und Wellnessanlage mit Gastronomiebetrieb und Übernachtungsmöglichkeiten.

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Baumaßnahmen/Sanierung.

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