Neue Verladestation ohne Stau
Seit Montag ist die neue Salzverladestation des Salzbergwerks Stetten in Betrieb. Rechts im Bild ist ein Lkw auf der Bodenwaage und links die neue Verladestation mit dem 32 Meter hohen Salzsilo zu sehen.
Seit Montag ist die neue Salzverladestation des Salzbergwerks Stetten in Betrieb. Rechts im Bild ist ein Lkw auf der Bodenwaage und links die neue Verladestation mit dem 32 Meter hohen Salzsilo zu sehen. Foto: Wilfried Selinka.

Burladingen-Stetten, 25.01.2013

Neue Verladestation ohne Stau

Wacker schließt Investition von rund vier Millionen Euro ab – Salz-Beladung läuft

Nach Eisregen und Blitzeis ist die neue Salzverladestation der Firma Wacker AG für das Salzbergwerk Stetten rechtzeitig fertig. Seit Montag ist sie in Betrieb. Die Gesamtinvestition betrug knapp vier Millionen Euro.

Die ersten Planüberlegungen für eine neue leistungsfähige Salzverladestation über der Bahnlinie, im Gewerbegebiet „Untere Auchtert“, auf dem ehemaligen Sportplatz Stetten, wurden bereits im Dezember 2005 im Haigerlocher Gemeinderat vorgestellt. So richtig ernst wurde es aber erst in den letzten drei Jahren mit strengen Wintern und erhöhtem Streusalzbedarf: An der einspurigen Salzverladestation direkt an der B 463 stauten sich regelmäßig Lkw-Kolonnen.

Dadurch entstanden häufig brenzlige Verkehrssituationen entlang des viel befahrenen Autobahnzubringers. Beim Überqueren der Straße und Rüsten ihrer Fahrzeuge am Straßenrand waren die Lkw-Fahrer erheblichen Gefahren ausgesetzt.

Vor diesem Hintergrund und um einen reibungslosen Betriebsablauf sicherzustellen, entschied sich die Wacker AG für den Bau einer neuen Salzverladestation abseits des Durchgangsverkehrs.

Voraussetzungen für den Bau waren ein separates Bebauungsplanverfahren für die „Untere Auchtert“, das der Gemeinderat und der Ortschaftsrat Stetten zügig über die Bühne brachten und die immissionsrechtliche Genehmigung des Bergamtes in Freiburg.

Im April 2012 wurde mit den Bauarbeiten auf dem zwei Hektar großen Gelände begonnen. Eine Herkulesaufgabe war die Abwasserbeseitigung. Eine Leitung mit nur 0,5-prozentigem Gefälle musste nordöstlich in Richtung Eyach und eine zweite für das Oberflächenwasser zum Retentionsbecken westlich Richtung Eyach verlegt werden. Ein positiver Nebeneffekt war, dass damit auch das dortige Fischerhäuschen an die Kanalisation angeschlossen werden konnte.

Anschließend wurden das Straßensystem für die Zu- und Abfahrten sowie die Wartebereiche für die Lkw samt Masten für die Straßenbeleuchtung hergestellt. Weitere Baufirmen waren damit beschäftigt, wegen der Erdbebenzone 2 die Fundamentplatten für das Salzsilo mit Rammpfählen im Erdreich zu verankern. 400 Kubikmeter Beton wurden eingesetzt, um die Durchfahrt durch das 32 Meter hohe Salzsilo besonders standfest zu machen.

Das neue Salzsilo, das 3000 Kubikmeter fasst, im Durchmesser sechs Meter misst und mit Holz ummantelt ist, wurde im August 2012 aufgestellt. Befüllt wird das Silo über eine neue Bandbrücke, die über das Bahngleis der Hohenzollerischen Landesbahn führt. Das Beladen eines Lkw dauert künftig nur noch rund vier bis fünf Minuten.

Ein aufwendiges von einer Stahlkonstruktion getragenes Holzdach sowie ein eingeschossiges Versandgebäude mit Büroteil sowie Aufenthalts- und Sanitärräumen für Fahrer im Untergeschoss komplettieren die neue Anlage. Dem vorgelagert ist die Bodenwaage.

Auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigte Bergwerksdirektor Alfred Höllerbauer, dass der Betrieb der neuen Verladestation am Montag „ohne große Schwierigkeiten angelaufen ist“. Auch das schon vorher eingeführte „Zeitfenstersystem“ habe sich bei der neuen Anlage bestens bewährt. Dabei melden sich die Kunden per Internet beim Salzbergwerk an und bekommen eine Zeitspanne zugeteilt, während der sie die Verladestation anfahren können.

Höllerbauer zeigte sich auch zufrieden mit dem bisherigen Verkehrsablauf innerhalb des Betriebsgeländes, wo die Lkw-Fahrer auf den sechs Stellplätzen nach dem Beladen genügend Zeit und Platz haben, ihre Ladeluken gefahrlos abzudecken. Auch bei der Ein- und Ausfahrt auf die Kreisstraße der Salinenstraße in Stetten wie auch auf die B 463 konnten bisher keinerlei Behinderungen festgestellt werden. Für die verkehrliche Abwicklung ist bisher die Haupterschließung von der Salinenstraße mit einem überbreiten Straßenanschluss, in dem sich problemlos zwei Lastzüge begegnen können, mit Werkstor hergestellt.

Im Rahmen des landschaftspflegerischen Begleitplans wird im Frühjahr noch der Biotopwert mit einer an einer Böschung vorgesehenen Pflanzung einer Feldhecke, in der auch hohe Bäume vorgesehen sind und mit der Pflanzung in einem Grünstreifen von hohen Bäumen im Plangebiet ausgeglichen

Kommentare unserer Leser


Autobahnzubringer

Das ist der einzige, mir bekannte, Autobahnzubringer, der durch das Betriebsgelände eines Salzbegwerkes führt.
von Günther Schott am 25.01.2013 21:26:55

Burladingen?

Text wird nicht angezeigt, da der Eintrag gegen Nutzungsbedingungen verstoßen hat.
von Leser des ZAK am 25.01.2013 16:07:49

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